Full text: Beiträge zur Kenntnis des brasilianischen Berylls

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H. Kohlmann, Beiträge zur Kenntnis 
vorhanden. Die Ausdehnung ist in den meisten Fällen senk 
recht zur c-Achse größer als ihr parallel. Übergangsformen 
zwischen beiden Haupttypen sind nicht vorhanden. 
Unsere kristallographischen Untersuchungen erstrecken 
sich vorzugsweise auf die Kristalle des ersten Typus. Die 
gekrümmten Flächen der Kristalle des zweiten Typus hätten 
zu ihrer goniometrischen Auflösung ein zweikreisiges Gonio 
meter verlangt, das nicht zur Verfügung stand, und es konnte 
auf deren Messung um so eher verzichtet werden, als Herr 
Prof. Goldschmidt in Heidelberg nach gefälliger Mitteilung 
an Herrn Prof. Brauns die Absicht hat, gerade diese gekrümmten 
Flächen zum Gegenstand einer besonderen Untersuchung zu 
machen. Dagegen habe ich die Ätzfiguren, welche diese Stücke 
ausnahmslos zeigen, genauer verfolgt. 
Insgesamt konnte ich folgende Flächen nachweisen : 
s = 2P2 (1121) 
z = 2Pf (4283) 
V* = yPf (8.2.10.3 
N* = 4P4 (5272) 
n = 4Pf (3141) 
v = 6Pf (5181) 
W*= 7PA(6171) 
c = OP (0001) 
m = ooP (1010) 
a = ooP2 (1120) 
i = ooPf (2130) 
E* = ooPf (4150) 
p = P (1011) 
u = 2P (2021) 
& = 3P (3031) 
n = 5P (5051) 
Y*=yp (11.0. TT.2) 
q° = |P2 (3.3.6.10) 
<t° = |P2 (1123) 
0 * = -JP2 (3368) 
d° = |P2 (3384) 
Hierzu sei bemerkt, daß ich dieselben Signaturen wie 
Hintze in seinem Handbuch II. 1897 benutzt habe. Die 
Flächen mit einem ° sind infolge stark verschwommenen 
Reflexes nicht ganz sicher. Die mit einem * versehenen 
Flächen sind von mir neu aufgefunden und berechnet 
worden. Den Berechnungen liegt das von Kokscharow 1 
aus dem Winkel OP : P == 150° 3' 24" berechnete Achsen 
verhältnis a : c = 1 : 0,49886 zugrunde. 
Unter den von mir nachgewiesenen Flächen waren OP, 
ocP, ooP2, P und 2P2 als an brasilianischem Beryll auftretend 
schon bekannt. Alle übrigen Flächen sind für das brasilianer 
Vorkommen neu. Nicht vorhanden sind an meinem Material die 
von Des Cloizeaux (1. c.) aufgefundenen Flächen P2 und 3P|. 
Bei der Beschreibung der Kristalle werde ich von den 
einfachsten zu den komplizierten Kombinationen fortschreiten. 
1 Kokscharow, Materialien zur Mineralogie Rußlands. 1. 147. 
St. Petersburg 1853.
	        

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