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läuft yon einem Orbi talein schnitte aus kurz nach oben, dann in
gerader Richtung nach vorn. Zwischen das sehr kurze freiliegende
Nasale und das Lacrymale schiebt sich ein stumpfer Ausläufer des
Frontale ein. Doch berührt das Lacrymale ganz vorn an der
oberen Kante auf kurze Strecke den Knochenspalt, der das Nasale
vom Maxillare trennt. Die ganze vordere Kante wird dagegen vom
Maxillare eingeschlossen, während sie bei der Gattung Saiga Gray
zum großen Teile frei liegt. Die vordere Kante springt im Bogen
vor und ist zackig. Auf dem Orbitalrande, nahe der unteren Kante
des Lacrymale, ist ein tiefer Orbitaleinschnitt vorhanden. Der
innororbitale Teil gleicht dem von Ovibos Blainv., wird aber nach
hinten etwas breiter, hat eine flache Einsenkung und endet in eine
dünnwandige Knochenblase.
Subfam. 3. Connochaetinae.
Diesen beiden Gattungen gegenüber zeigt Connochaetes Lichten
stein denen der Bovinae mehr gleichende, nicht so scharf und weit
seitlich vortretende Augenhöhlen. Ferner ist das Lacrymale im
facialen Teile wesentlich länger als hoch und gestreckter, dem
längeren, niedrigeren Bane des Schädels entsprechend. Es ist von
ziemlich schmaler, länglich-rechteckiger Form. Von der Orbita
aus wird es zunächst etwas schmaler, dann wieder breiter, vorne
vom Jugale wiederum eingeengt, um dann ganz vorn wieder etwas
breiter zu werden. Vorn oben ist das Lacrymale in eine kurze
Spitze ausgezogen, berührt aber das Nasale nicht, Spitze Ausläufer,
zum Unterschiede von den beiden besprochenen Unterfamilien,
trennen zusammen mit ganz kleinen Ethmoidallücken beide Knochen.
Nahe der oberen Kante befinden sich auf der Orbita zwei Höcker.
Ein innerorbitales Tränenloch ist vorhanden. Der innerorbitale Teil
ist halb so groß wie der faciale und besitzt eine Einsenkung.
Farn. XXIII. Bovidae.
Allgemeine Charaktere.
Die letzte Familie der Ungulata, die der Bovidae, stellt zugleich
den höchstentwickelten Typus der liorntragenden Huftiere überhaupt
dar. Es sind meist große, schwer gebaute und wehrhafte Tiere,
die über alle Erdteile mit Ausnahme von Südamerika und Australien,
die in faunistischer Beziehung ganz abseits stehen, verbreitet sind.
Sie sind fast ohne Ausnahme Bewohner waldiger und sumpfiger
Gegenden. Die Stirnbeine sind ungeheuer entwickelt, von großen
Lufträumen erfüllt und bilden fast allein die Bedachung des Gehirnes,
Sie überwölben bisweilen das Occiput und die Schläfenbeine. Die
Scheitelbeine sind daher sehr klein. Die Hornzapfen stehen immer
weit hinter den Augenhöhlen, sind dreikantig (Subf. Buffelinae) oder
rund. Die Hörner liegen in der Gesichtsfläche und sind nach hinten
oder außen gerichtet, nie nach vorn.

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