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bei Kober 1 ), Zittel * 2 ) lind Lönberg 3 ) wiederfindet, das Lacrymale
von Ovibus Blainv. enthalte eine rundliche tiefe Tränengrube, ist
ein Irrtum. Solche sind nicht vorhanden und können es nach dem
Bau des außerordentlich weit seitlich vortretenden Orbitalrandes
nicht sein. Die in dieser Beziehung der Gattung Ovibos Blainv.
sehr ähnlichen Buffelinae besitzen ebenfalls keine Tränengruben.
Die Ethmoidallücken sind sehr klein oder ganz zugewachsen.
Das Lacrymale gleicht dem der Bovidae darin, daß es nach vorn
und unten breiter wird, weicht also, wie auch Lönberg 4 ) sagt, von
dem der Ovidae ab. Es ist im Gesichtsteile wie in der Orbita
groß. Zwischen Lacrymale und Nasale schieben sich Ausläufer des
Frontale ein, sodaß das Lacrymale das Nasale wenig oder, wenn
die Ethmoidalliicke nicht geschlossen, garnicht berührt. Das Jugale
ist in der ganzen Familie sehr stark entwickelt und umschließt den
ganzen unteren Rand des Lacrymale. Der Verlauf des Tränen
kanals von dem innerorbitalen Tränenloche aus ist bei den Schädeln
jüngerer Tiere deutlich, bei denen älterer schwerer erkennbar.
Was die Lacrymalregion der drei Gattungen betrifft, so zeigen
die beiden erstgenannten mehr oder weniger seitlich vorspringende
Augenhöhlenränder. Das Lacrymale ist im facialen Teile der Höhe
des Schädels entsprechend hoch und nach vorn, in die Gesichts
fläche hinein, verbreitert. Die zwischen Lacrymale und Nasale sich
einschiebenden Ausläufer des Frontale sind stumpf. Im einzelnen
weichen dagegen beide Gattungen, wie auch oben besprochen, so
stark voneinander ab, daß eine Sonderstellung in je einer Unter
familie gerechtfertigt erscheint.
Subfam. 1. Ovibovinae.
Die erste Gattung, Ovibos Blainv., besitzt ein von der Orbita
aus durch das Jugale zunächst eingeengtes Lacrymale, das dann
aber nach vorn und unten beständig breiter wird. Die vordere
Kante ist in eine, meist mittlere Spitze ausgezogen. Oberhalb des
innerorbitalen Tränenloches, am 'Treffpunkte der oberen Kante des
Lacrymale auf die Orbita, sind Einschnitte im Orbitalrande vor
handen. Der innerorbitale Teil ist lang und schmal, enthält keine
Einsenkung und endet in eine Knochenblase, die bei alten Tieren
sehr ansehnlich ist.
_j, Subfam. 2. Budorcatinae.
Das Lacrymale der zweiten Gattung, Budorcas Hodgs. wird
dagegen von der Orbita aus nach vorn und unten bald breiter,
ganz vorne aber wiederum etwas schmaler. Die obere Kante ver
*) Kober: „Vergl.-anatom. Beitr. z. Gesell. d. Tränenbeines.' 1
2 ) Lünberg: wie oben.
3 ) Zittel: „Paläozoologie. 1,
*) Lönberg: wie oben.

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