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Subfam. 3. Eudorcatinae.
Die folgende Unterfamilie, die nach der von Fitzinger 1869
aufgestellten Gattung Eudorcas Fitzg. ihren Namen Eudorcatinae
führt, umfaßt nur diese eine Gattung, mit drei Arten, nämlich: Eu.
thomsoni Guenther, Eu. rufifrons Gray und Eu. laevipes Brooke
(tilonura Heuglin). Die Angehörigen dieser Unterfamilie sind Be
wohner Ostafrikas, Senegambiens und des südlichen Senaar. Sie
sind alle durch breiten dunklen Seitenstreifen ausgezeichnet, der
bei Eu. thomsoni Günther besonders in den Weichen sich stark ver
breitert. Diese Art ebenso wie Eu. rufifrons Gray zeigt starke weiße
Bänderung im Gesicht, Eu. laevipes Brooke nur weiße Umrandung
des Auges, Eu. thomsoni Günther besitzt einen kleinen weißen Spiegel
und auffallend lange Hinterbeine. In der Bewegung zeigt sie, wie
Schillings 1 ) sagt: „etwas Stöckrichtes“. Das Gehörn ist bei
dieser Art am größten.
Am Schädel sind charakteristische Merkmale, daß das Tränen
bein mit dem oberen Drittel seiner Vorderkante an das
Prämaxillare sich anlehnt, und daß die obere Kante des facialen
Teiles durch einen Ausläufer des Frontale von der Eth moidal-
lücke getrennt wird, ferner der Besitz von Tränengruben. Das
Lacrymale ist im Gesichtsteile langgestreckt. Die obere Kante ver
läuft im Bogen nach vorn, die vordere springt mit stumpfer Mittel
spitze vor. Die Tränengruben sind am Orbitalrande tief, werden aber
nach unten und vorn breiter und flacher. Der Orbitalrand ist steil
und scharf; hinter einem stumpfen Orbitalhöcker befindet sich ein
innerorbitales Tränenloch. Der Verlauf des Tränenkanals unter dem
Maxillare hin, ist deutlich zu erkennen. Der innerorbitale Teil ist
schmal; die obere und die untere Kante sind annähernd parallel.
Subfam. 4. Procaprinae.
Die Gattung Aepyceros Sundev. und die innerasiatischen Arten
Gacella gutturosa Pallas, sowie G. picticauda Hodgs. und G. prze-
walskii Büchner bilden wiederum eine Unterfamilie, die der Proca
prinae. Letztere drei Arten müssen daher den ihnen von Hodgson
1845 gegebenen Gattungsnamen Procapra Hodg. wiedererhalten.
Beide Gattungen weichen stark von den eigentlichen Gazellen
(Subfam. Gacellinae) und den beiden anderen Unterfamilien ab.
Die zur ersten Gattung zählenden Arten bewohnen das südliche
Afrika, zeichnen sich durch das Fehlen der Seitenhufe und prächtiges
leierförmiges, weit geringeltes Gehörn aus. Die Spitzen sind nicht
nach innen sondern nach auswärts gebogen. Ihre Färbung ist im
Gegensatz zu dem lichten Gelb der Gacellinae ein dunkles Braun
rot, die Bauchseite ist weiß. Es sind damhirschgroße, ziemlich
langgeschwänzte Tiere. Merkwürdig ist ihre Vorliebe für Wasser,
in dessen Nähe sie sich stets auf halten.
J) Schillings „Mit Blitzlicht und Büchse.“

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