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Im iilirigen haben beide Untergattungen einen kurzen, im
frontalen Teile, besonders bei Guevei Cuv., stärker gewölbten Schädel
mit großen Tränengruben, die weit auf das Maxillare, wenig auf das
Nasale und Jugale übergreifen. Am oberen Rande, nach der Or
bita zu, sind sie am tiefsten, aber nicht scharfrandig. Mehr als
der dritte Teil des Lacrymale am Frontale und an der Orbita ist
flach, nicht von der Tränengrube eingenommen. Die untere Kante
des Lacrymale verläuft von der Orbita aus fast senkrecht nach
unten. Sie ist etwa ein Drittel so lang wie die ziemlich gerade
obere Kante. Das Nasale springt schräg in der Richtung auf die
Orbita zu in die Tränengrube ein und macht das Lacrymale nur
wenig schmaler. Nahe der oberen Kante befindet sich auf dem
Orbitalrande ein Höcker, darunter ein Einschnitt. Im innerorbitalen
Teile ist eine schwache Einsenkung vorhanden.
Subfamilie 2. Sylvicaprinae.
Auf die allgemeinen Kennzeichen der zweiten Unterfamilie der
Cephalophidae, der Sylvicaprinae, bin ich bereits oben eingegangen.
Das Lacrymale und seine Umgebung sind noch näher zu besprechen.
Dieses ist im facialen Teile fast ganz von der Tränengrube einge
nommen, und nur an der Orbita und am Frontale entlang ist ein
kleines Stück frei. Die Tränongruben sind, wie oben gesagt, flach,
nur am Orbitalrande steiler. Sie sind umfangreich, aber weniger
tief als die der Cephalophinae. Das Nasale ist scharf in die Grube
hinein umgebogen und springt rechtwinklig in das Lacrymale ein.
Die Form des facialen Teiles des Lacrymale wird dadurch sehr
unregelmäßig, dieses etwa um */ ft schmaler. Das Prämaxillare be
rührt das Nasale. Der innerorbitale Teil verläuft mit parallelen
Kanten schräg nach unten und besitzt eine flache Einsenkung.
Die Unterfamilie Sylvicaprinae umfaßt in der Gattung Sylvicapra
Gray folgende Arten: S. coronata Gray, S. abyssinica Thos, S.
grimmia L., S. leucoprospa Neumann, thomasi Jentinck, S. scla-
teri Jentinck, und S. leucochila Jentinck.
Familie VII. N emorrhaedidae.
Im Anschluß an die Cephalophidae folgt eine Untergattung, die
bisher unter den Rupicaprinae ihren Platz fand, nämlich Nemorrbaedus
Ham.Smith 1827.TrouessartteiltseinegleichnamigeGattungindieUnter-
gattungen Nemorrhaedus Ham. Smith und Kemas Ogilby 1887. Beide
aber weichen derartig stark von einander ab, daß ihre Zusammen
fassung in eine Gattung oder auch Familie sich nicht aufrecht er
halten läßt. Während letztgenannte Untergattung zu den Gattungen
Rupicapra Fr. und Oreamnus Rafin. zu stellen ist, wie weiter
unten ausgeführt wird, gleicht Nemorrhaedus Ham. Smith von
welcher ich mehrere Schädel des N. sumatrensis Shaw unter
suchen konnte, im Baue des Schädels auffallend den großen

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