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sie in die beiden Unterfamilien der Coassinae und Cervinae scheidet,
also die siidamerikanisclien Spießhirsche den übrigen Hirschen
gegenüberstellt. Zittel 1 ) schließt sich dagegen der auch sonst
üblichen Einteilung Trouessarts an. Ich fasse, wie oben gesagt,
ebenfalls alle noch übrigen Hirsche in die Unterfamilie 4 der
Cervinae zusammen und teile diese in zehn Gattungen, zum Teil
mit einer Anzahl Untergattungen, ein. Diese zehn Gattungen sind:
Pudu Gray 1840, Mazama Rafin. 1817, Capreolus Frisch 1775,
Dama Fr., Rangifer Frisch, Alce Frisch, Elaphurus A. Milne-Ed-
wards 1866, Cervus L. 1758 und Elaphus Ham. Smith 1827.
Es wären also neben Pudu Gray die Gruppen der Spießhirsche
(Mazama Raf.), die Rehartigen (Capreolus Frisch), die Damhirsch
artigen (Dama Fr.), die drei je eine Sonderstellung einnehmenden
Gattungen Alce Frisch, Rangifer Frisch und Elaphurus A. Milne-
Edwards, die Gruppe der südostasiatischen Hirsche der Gattung
Cervus L. und die Rothirschartigen (Elaphus H. Smith) des euro-
päisch-asiatisch-nordamerikanischen Gebietes.
Die Pudus (Pudu Gray) sind außerordentlich kleine Hirsche
mit eigentümlichem Fußbau und aufrecht stehendem langen Stirn
haar, aus dem das Spießergeweih kaum hervorragt. Durch diese
Merkmale und den auffallend kurzen, sehr hohen Schädel sowie
ihr ganz unverkennbares Lacrymale weichen sie von der Gattung
Mazama Raf., mit der sie das Spießergeweih gemeinsam haben, ab.
Das Lacrymale ist im Gesichtsteile nicht sehr groß, wenig höher
als lang, abweichend von den übrigen Geweihhirschen, bei denen
es wesentlich länger als hoch ist. Der Schädel zeigt die jugend
lichen Merkmale, stark ausgebildeten Frontal-, wenig ausgebildeten
Gesichtsteil. Die Ethmoidallücke ist dreieckig, schrägt das Lacry
male nur wenig ab und umfaßt die obere und die vordere Kante
desselben bis zur Mitte. Die Tränengrube hat ganz charakte
ristische eiförmige Gestalt und greift weit ins Maxillare, aber nur
wenig ins Jugale über. Sie ist tief und ringsum steil abfallend.
Der Boden ist oft durchbrochen. Der innerorbitale Teil ist wenig
kleiner als der faciale und im hinteren Teile etwas gehöhlt.
Die beiden folgenden Gattungen Mazama Raf. und Capreolus
Frisch stehen einander durch den Besitz unterständiger Afterklauen
näher, gehören also nach der Brookeschen Einteilung der Cervi-
dae zu den Teleometacarpalia, zu denen im wesentlichen ameri
kanische Hirsche und außer diesen von altweltlichen noch die abseits
stehenden Gattungen Alce Frisch und Rangifer Frisch zählen.
Der Schädelbau beider Gattungen zeigt wie auch die Gattung
Dama Frisch das Jugendstadium des Cervidenschädels, nämlich
eine bedeutende Entwicklung des frontalen Teiles auf Kosten des
facialen, wie es in noch stärkerem Masse bei Pudu Gray der Fall ist.
Die Folge des kurzen Gesichtsteiles ist, daß das Lacrymale nicht sehr
groß ist. Dasselbe gilt von den Ethmoidallücken. Die Tränengruben
*) Zittel: „Lehrb. der Palaeozoologie“.

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