Full text: Über das Tränenbein der Huftiere

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Bei älteren Tieren ist die Lücke oft ganz klein oder völlig zu 
gewachsen. Die Ansicht Milne-Edwards 1 ) das Lacrymale von 
Camelus L. 1758 (juv.). 
Camelus L. sei sehr groß, ist nicht zutreffend. Es ist im Gegen 
teil, wie oben gesagt, sehr klein. 
Fam. II. Tragulidae. 
Wie die Camelidae sind auch die Tragulidae, die An 
gehörigen der nächsten Wiederkäuerfamilie, als entwicklungs 
geschichtlich tiefstehende Formen anzusehen. In mancher Hinsicht, 
so im Bau der Füße, dem dreiteiligen Magen, den hervorstehenden 
Eckzähnen des Oberkiefers, wie dem Baue ihrer Placenta erinnern 
sie ebenso wie durch ihren runden, walzenförmigen Rumpf und 
kurzen Hals besonders an die Tayassidae. Sie haben wie diese 
geradezu etwas Schweineähnliches. Zittel * 2 ) stellt sie zwischen 
stellt sie zwischen die ausgestorbenen Anoplotheriidae und die 
Hirsche, seine Fam. Cervicornia, mit denen sie im Baue der Backen 
zähne übereinstimmen. Sie sind jedenfalls als primitive Formen 
der Wiederkäuer anzusehen und stehen wiederum in mancher Be 
ziehung, durch den Besitz von Hauzähnen und den Bau des Tränen 
beines, der Unterfamilie Moschinae unter den Cervidae nahe, wie 
ja andererseits den Tayassidae. 
1) Millne-Edwards: „Le^ons de la Physiologie et de l’Anatomie 
couopaiee“. 
2 ) Zittel: „Handbuch der Paläontologie 1 .
	        
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