Full text: Die Negation in der altenglischen Dichtung

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Ebenso beim Modaladverbiale (die Fälle sind selten): 
e peah ne mceg pone tobrcdan ofer das nearowan tuenige dinga 
eordan sceatas Metr. X, 15 ff. Wenn er es auf keine Weise vermag, 
so liegt eben nur noch ein „nichtvermögen“ vor. 
Endlich beim Ortsadverbiale: ne mag pe ... . heard 
sweopu .... nahn’cer sccppan Ps. 90 10 , wo es sich ebenso verhält. 
Daher kommt das. häufige Nebeneinander der qualitativen 
und quantitativen Negation innerhalb eines Satzes. Es scheint 
also, wie man gern annimmt, das Bedürfnis nach Verstärkung 
der Negation keineswegs diese Erscheinung hervorgerufen zu 
haben, obwohl jene sich freilich auch mit ergab. Denn wenn 
man das Objekt oder Adverbiale auch noch negierte, so mußte 
natürlicherweise die Wirkung erhöht werden. 
1. Neben dem qnale ist zugleich das Subjekt negiert, 
a) Das pronominale Subjekt ist negiert. 
ne he byrnwigend to {tarn burggeatum laedan ne wolde 
Höll. 38 f. ne ge leafnesword gudfremmendra gearwe ne 
wisson Beow. 245 f. ne ic £>e swa sweotole gesecgan ne 
maeg Metr. XIX, 40. ne he heora sawlum dead swide ne 
sparude Ps. 77 50 . 
Außerdem mit Verstärkung durch ein Temporaladverbiale: 
ne du de aefre ne laet wlenca gewaecan Metr. V, 30 f. ne 
he aefre ne mot eordan ftyrscwold up ofersteppan Metr. XI, 
68 f. ne we sodlice swylc ne gefrugnan in aerdagum aefre 
gelimpan Chr. 78 f. 
Ferner mit Verstärkung durch ein Modaladverbiale: 
ne hie huru winedrihten wiht ne logon Beow. 862. ne ic 
to Sweodeode sibbe .... wihte ne wene Beow. 2922. 
Endlich noch mit Verstärkung durch ein indef. Pronomen: 
ne ic f>am sawlum ne mot . . . asnigum sceddan Gef. 
Eng. 14.5 ff. 
Ein negiertes Demonstrativum bildet das Subjekt: 
ne f>aet nu fyrn ne waes Gen. 498, außerdem mit Verstärkung 
durch ein Temporaladverbiale. 
Weiterhin ist das Subjekt negiert durch 
b) nan. 23 Fälle: 
naes deah eorla nan Jud. 257. naes nan Jtaes stronglic stan
	        
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