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Diesem Salz analog sollte man auch das des Diacetyl-
carbonsäureesters erwarten. Wenn dasselbe nun nicht entstanden
ist — wofür die Analyse spricht — so kann man sich dies
auf den ersten Blick anormal scheinende Verhalten durch die
bedeutend sauerere Natur des Diacetylcarbonsäureesters erklären.
Vollkommen einwandsfrei ist damit allerdings die Zusammen
setzung des Cu-Salzes nicht erwiesen. Es muss zugegeben
werden, dass das Salz trotz guten Waschens noch kleine Mengen
Kupfermalonat enthalten haben kann und dass dadurch die
Werte der Analyse beeinträchtigt worden sind.
Der Diacetylcarbonsäureester gibt in absolutem Alkohol
gelöst mit 1 Mol. Natrium in demselben Liquidum eine feste
gelbe Na-Verbindung, die durch Äther ausgefällt wird.
Mit wässerigem Diazobenzolchlorid behandelt, lieferte der
Ester schmierige Produkte, die nicht näher untersucht wurden.
Spaltung der Diacetylcarbonsäure.
Die eigentümliche Spaltung der Diacetylcarbonsäure in
Malonsäure und Essigsäure ist schon mehrfach erwähnt worden.
Es erübrigt nun noch mitzuteilen, in welcher Weise diese Spaltung
gefunden und nachgewiesen wurde. Der Umstand, dass die
Säure beim Destillieren kein Diacetyl entwickelte, gab zum ersten
Male zu der Vermutung Veranlassung, dass das Molekül der
Säure in irgend einer Weise verändert worden sei.
Zur näheren Untersuchung dieser Verhältnisse wurde die
rohe Diacetylcarbonsäure — wie sie beim Verdampfen der
wässerigen Lösung des Ozonids erhalten wird — aus Essigester
durch Fällen mit Petroläther krystallisiert. Aus ca. 15 g des
Rohproduktes entstanden dabei 5 g eines schön krystallisierten,
gelblich weissen Körpers vom Schmp. 115°. Er reagierte stark
sauer und lieferte weder ein Phenylhydrazon, noch reduzierte er
Fehling’sche Lösung.
Zur Identifizierung wurde zunächst die Basizität bestimmt.
0,3924 g Subst. wurden durch 67,64 ccm n/10 Natronlauge
neutralisiert, d. h. durch 0,1559 g Na. Aus dieser Bestimmung
geht hervor, dass eine zweibasische Säure vorliegt.

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