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Die Mutterlauge dieses Salzes enthält die in dem Roh
produkt anfangs vorhandenen Verunreinigungen. Das Salz
entfärbt Br und KMCh.
Es kann durch verdünnter Salzsäure in die freie Säure
übergeführt werden. Diese ist in Wasser schwer löslich, sie
löst sich dagegen leicht in Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform
und Eisessig. Die Säure schmilzt bei 140° und ist mit der
inzwischen von Ludwig beschriebenen ß- Anisallävulinsäure
vom Schmp. 136—138 0 identisch.
Das von Ludwig angegebene Verfahren zur Darstellung
dieser Säure wurde, unabhängig von ihm, auch angewandt. Es
ist, da man bei ihm nur 1 Mol. Anisaldehyd nötig hat, billiger,
liefert die Säure jedoch in einer viel schlechteren Ausbeute als
das zuletzt beschriebene.
3.
Para-Nitrobenzaldehyd.
1 Mol. dieses Aldehyds reagiert mit 1 Mol. Lävulinsäure
unter den innegehaltenen Bedingungungen nicht. Die beiden
Substanzen wurden in Benzol gelöst und dann Salzsäuregas
bis zur Sättigung eingeleitet. Nach dem Verdampfen des
Lösungsmittels hinterblieb eine krystallinische Masse, die sich
nach öfterem Kjystallisieren durch ihren eigenen Schmelzpunkt
und den ihres Phenylhydrazons als unveränderter Aldehyd zu
erkennen gab.
4.
Acetonoxalsäure-Ester.
Der nach der Vorschrift von Claisen aus Aceton und
oxalsaurem Äthyl dargestellte Ester wurde in Benzaldehyd im
Verhältnis der Molekulargewichte gelöst und durch Salzsäuregas
kondensiert. Beim Behandeln des Reaktionsproduktes mit ver
dünnter NaOH entstand ein brauner Körper, der sich aus Alkohol
nur schwer umkrystallisieren liess. Er entfärbte Brom und
schmolz bef^ungefähr 160°.
0,2254 g Subst. i. V. getr.
0,5944 g C0 2
0,1006 g H 2 0
C gef. 71,92 %
H gef. 4,99%.

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