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sonders geeignet. Dieses ist gelb und kann nach zwei Methoden
in guter Ausbeute erhalten werden. In einem Fall wird das
Kondensationsprodukt in verdünnter Ammoniak aufgelöst und
durch CaCL-Lösung das organische Calciumsalz ausgefällt. Diese
Methode gestattet, in verhältnismässig kurzer Zeit das Calcium
salz in nahezu theoretischer Ausbeute herzustellen. Etwas um
ständlicher und langwieriger ist die zweite Methode, die auch
eine etwas geringere Ausbeute liefert. Die Substanz wird in
kleineren Portionen solange mit in Wasser aufgeschlämmtem
Calciumcarbonat gekocht, bis sie vollkommen in Lösung ge
gangen ist. Beim Eindampfen des Filtrats auf dem Wasserbade
hinterbleibt das Salz in Form hellgelber Blättchen.
Das Salz ist in gewöhnlichem Alkohol und in Wasser
löslich. Kocht man es jedoch mit öOprozentigem Alhohol (spec.
Gew. 0,89) so wird es nur zum Teil aufgenommen. Es wird
durch diese Behandlung also in zwei sich verschieden verhaltende
Salze getrennt, die daher auch Abkömmlinge verschiedener
Säuren sein müssen.
Aus der alkoholischen Lösung fällt durch verdünnte Salz
säure ein Körper vom Schmp. 240 u aus, der Brom nicht entfärbt.
Durch mehrmaliges Umkrystaliisieren aus verdünntem Alkohol
oder aus Chloroform durch Fällen mit Ligroin steigt der Schmp.
bis 260°, wo er konstant bleibt. Die Analyse ergibt das Vor
handensein derDi-Hydroxy-Dibenzallävulinsäure, also des Körpers,
der bei der alkalischen Kondensation in der Wärme allein ent
standen war.
Der bei dem Kochen des Calcium-Salzes mit 60prozentigem
C2H5 . OH hinterbliebene Rückstand wurde in gewöhnlichem
Alkohol gelöst und mit verdünnter Salzäure versetzt. Die ent
standene Verbindung schmolz scharf bei 125°, dem Schmp. der
Monobenzallävulinsäure. Sie entfärbt Brom und Kaliumperman
ganat; auch die Analyse spricht für die Identität der beiden
Körper.
Die Behandlung des aus dem Rohprodukt gewonnenen
Ca-Salzes mit 60 prozentigem Alkohol hat also gezeigt, dass der
Ausgangskörper in der Tat nicht einheitlich war, sondern dass

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