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Behandelt man das aus Lävulinsäure und Benzaldehyd
erhaltene Rohprodukt mit konzentrierter Natronlauge, so
scheidet sich ein rotes, grobkörniges Na-Salz ab, das durch
Krystallisation aus heissem Alkohol in ein ziegelrotes Pulver
übergeht. Es wurde in Wasser aufgeschlemmt und dann mit
verdünnter Mineralsäure versetzt, wodurch eine gelbe Säure er
halten wurde. Nach mehrmaligem llmkrystallisieren aus heissem
verdünntem Alkohol schmolz diese von 182—87". Eine inten
sivere Reinigung durch Krystallisieren war nicht möglich, während
ein Umfällen aus alkalischer Lösung durch verdünnte Säuren
Abspaltung von Benzaldehyd zur Folge hatte. Die Säure musste
daher in diesem Zustand analysiert werden.
0,0930 g Subst. i. V. getr.
0,2712 g CO,
0,0500 g H,0
C gef. 79,53% berechn. 78,05%
H „ 6,01% „ 5,48%.
Der Analyse nach liegt eine Dibenzallävulinsäure vor, die
noch etwas mit unveränderter Tri-Säure verunreinigt ist. Für
diesen Befund spricht, ausser dem zu hohen Kohlenstoffgehalt,
vor allem die leichte Zersetzlichkeit dieser Verbindungen. Die
Säure entfärbt Brom. Ihrem ganzen Verhalten nach ist sie mit
der Henke’schen /?-d-DibenzallävuIinsäure vom Schmp. 146 u
nicht identisch.
Darstellung der Di-Hydroxy-Dibenzallävulinsäure.
GiHr,. CH . CH 2 . CO . CH 2 • CH . COOH
I I
OH H . C . OH
I
Cr,Hs
Das bei der Darstellung der Erlenmeyer’schen rVBenzal-
lävulinsäure durch Kondensation von Lävulinsäure und Benz
aldehyd vermittelst einer siedenden verdünnt alkoholischen
Natronlauge erhaltene Rohprodukt war nach dem Ansäuern nie
krystallinisch zu bekommen. Die sich anfangs abscheidenden

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