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Lebenslauf.
Ich, Otto Karl Friedrich Fessel, evangelischer Konfession,
wurde am 4. April 1876 zu Crivitz in Mecklenburg-Schwerin ge
boren. Bis zu meinem 14. Lebensjahre besuchte ich hier die
städtische Bürgerschule, von Ostern 1891 bis Ostern 1892 die
Untersekunda des Realgymnasiums zu Rostock, hierauf bis Michaelis
1892 die Obersekunda des Realgymnasiums zu Schwerin. Nach
meiner Übersiedelung nach Hamburg, wo ich mich auf das Gym-
nasialabiturium vorbereitete, trat ich im Februar 1895 in den
Kaiserlichen Postdienst, den ich im August desselben Jahres wieder
verließ, um nach Südafrika zu gehen, wo ich bis zum Juli 1897
im Dienst der Niederländischen Südafrikanischen Eisenbahngesell
schaft stand. Später war ich selbständig kaufmännisch tätig. Nach
vierjährigem Aufenthalt kehrte ich nach Kamburg zurück und be
stand im Kerbst 1900 am Wilhelmgymnasium zu Kamburg das
Abiturientenexamen. Kierauf studierte ich Mathematik, Physik
und Philosophie, und zwar 1 Semester in Kiel, 2 Semester, von
Ostern 1901 bis Ostern 1902, in Berlin, darauf 6 Semester, von
Ostern 1902 bis Ostern 1905, in Kiel. Am 22. Mai 1905 bestand
ich hier das Staatsexamen in Mathematik, Physik und philo
sophischer Propädeutik und darauf am 15. Dezember 1906 das
examen riZoro8um.
Bei folgenden Dozenten hörte ich Vorlesungen:
In Kiel: Deussen, Kotthausen, Lenard, Martius, Oldenberg,
Pochhammer, Stäckel, Weber.
In Berlin: Blasius, Brandt, Fock, Förster, Frey, Frobenius,
Kensel, Lehmann-Filhes, Pringsheim, Plank, Schwarz,
Todter, Vierkant.
Meinen akademischen Lehrern möchte ich an dieser Stelle meinen
Dank sagen, im besonderen auch Kerrn Professor Martius für
die liebenswürdige Förderung dieser Dissertation.

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