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höchst befriedigt sein. Das Experiment aber erwies die Unzu
länglichkeit eines solchen Bildes und seines allgemeinen Gesetzes.
Die Atome bekamen Größe, aber immer noch ideelle Eigenschaften,
wie absolute Elastizität. Neue Gesetze wurden gefunden. Aus
diesem Wege ist die kinetische Gastheorie bis zu sehr komplizierten
Vorstellungen über das Atom (Molekül) vorgeschritten. Überall
erweisen neue Erfolge ihre Fruchtbarkeit.
Ich kann es mir nicht versagen, an dieser Stelle auf einen
Mechanismus hinzuweisen, den Faraday sich schuf, um die dielek
trischen Erscheinungen anschaulich zu machen. Nachdem er die
Wirkungen des Dielektrikums erkannt hatte, ist es einer der genialsten
Gedanken gewesen, den je ein Physiker gehabt hat, daß er jene
rein mathematischen Kraftlinienbilder der Potentialtheorie verding
lichte und in gespannte, muskelartig wirkende Fäden verwandelte.
Verschiedentlich sind die elektrischen Erscheinungen auf Grund dieser
Vorstellung mathematisch behandelt worden. Man könnte auch
hier von einer Kraftfadenhypothese reden und Wahrscheinlichkeits
koeffizienten berechnen. And doch, wer bezweifelt, daß die Kraft-
fäden nur Bilder sind, denen reale Existenz nicht zuzuschreiben ist?
Deswegen also sind alle Gravitationshypothesen ab
zulehnen, weil sie nichts weiter wollen als einen be
kannten Erscheinungskomplex erklären. Würde das Ziel
das Aufsuchen des primären Erscheinungskomplexes nicht in der
Phantasie, sondern in der Wirklichkeit sein, so würde nichts gegen
derartige .Hypothesen einzuwenden sein. Nur dürfen sie nicht als
solche erstarren, sondern sie müssen nichts weiter sein wollen als
Durchgangsvorstellungen zur Auffindung eben des primären Gesetzes,
das der Verifikation zugänglich sein muß. Es ist nicht einmal
der Mühe wert, für diese Hypothesen Wahrscheinlichkeitskoeffizienten
zu berechnen, wenn solches möglich wäre, da ja nicht sie, sondern
wirkliche Erscheinungen das Ziel sind. Wie man auf den primären
Erscheinungskomplex und sein Gesetz wirklich gelangen kann, dafür
ist das Beispiel Faradays lehrreich. Ein ähnlicher Weg müßte
bei der weiteren Erforschung der Gravitation verfolgt werden.
Daß man aber auch wirkliche Arsachenhypothesen bilden darf, oder
mit anderen Worten, daß man sich ideale primäre Erscheinungs
komplexe schaffen darf, das beweist die Kinetische Gastheorie,
indem sie zeigt, wie man mit Lilfe solcher Arsachenhypothesen auf

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