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sprechen zu können und ähnliche Mittel, durch die die
Umgebung in Angst versetzt und genötigt wird, sich ihnen
zu widmen.
Neben den Sensationen der Organgefühle kann es bei
schwereren Fällen zu Illusionen des Gesichts- und Gehörssinns
kommen. Die gesehenen Gegenstände verlieren die Plastik,
erscheinen nach Form, Gestalt und Farbe verändert, es ent
stehen Nachbilder in wechselnder Färbung. Intensiveres
Licht wird nicht vertragen, längeres Fixieren ist unmöglich.
Der Kranke hört Sausen und Singen, klagt, er könne auch
das leiseste Geräusch vernehmen, auch der geringste Lärm
verursache ihm unerträgliche Beschwerden. An diese krank
haft gesteigerten Empfindungen der Sinnesorgane schließt
sich wieder die hypochondrische Verarbeitung: die Furcht
zu erblinden, verrückt, taub zu werden.
Während über ein Gefühl lähmungsartiger Schwäche
in den verschiedensten Muskelpartieen häufig geklagt wird,
sind wirkliche Lähmungen beim Hypochonder relativ selten;
sie kommen hauptsächlich bei Frauen vor. Die Kranke hat
das Gefühl, ihre Beine nicht bewegen zu können, jede Herr
schaft über die Muskulatur ihres Körpers verloren zu haben.
Sie droht zusammenzubrechen, sobald sie gehen oder stehen
soll, bewegt aber im Bett ihre Beine gut und schmerzlos.
Ebenso wie diese »Lähmungen durch Einbildung« können
durch das Gefühl der Schwäche auch schwere Störungen
im Bereich der Stimme entstehen. Die Sprache wird leise,
eintönig, abgerissen, ja, es kann zu einer vollkommenen
Afonie kommen.
Störungen der Sensibilität außer den für die Hypochondrie
typischen abnormen Empfindungen subjektiven Charakters
finden sich nur sehr selten, umschriebene Anaesthesien nur
in den hysterisch - hypochondrischen Mischformen. Doch
klagen die Kranken häufig über eine allgemeine Abstumpfung:
Freude und Kummer sowie körperliche Schmerzen werden
nicht mehr mit der gleichen Intensität empfunden wie in
gesunden Tagen, nach Ansicht der Patienten ein neues
Zeichen ihres geistigen und körperlichen Absterbens.
Nach dem Maße, in dem die einzelnen Erscheinungen

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