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manchen Fällen, bei denen kein Bruchsack gefunden
worden ist, haben die betreffenden Operateure den Bruch-
0 sack anscheinend an einer falschen Stelle gesucht. Besonders
in den Krankengeschichten der Dissertation von Ahlborn
finden sich ganz unklare Ausdrücke hierüber. Wenn hier
von einer Verkümmerung des Bruchsackes gesprochen
wird, so mag das ja noch auf wirklichen Tatsachen beruhen.
Schon Cloquet 1819 deutete die serösen Höhlen, die er
und auch andere im Innern der praeperitonealen Limpome
fanden, als Reste von Bruchsäcken, die durch das Um
wachsen mit Fett komprimiert und obliteriert und vielleicht
auch außer Zusammenhang mit dem eigentlichen Peritoneum
gekommen sind. Das sind aber sicher seltene Fälle, bei
denen der Bruch lange bestanden haben muß. In der
genannten Arbeit von Ahlborn finden sich aber noch
ganz andere Bemerkungen über das Peritoneum und seinen
Inhalt, die mir zu beweisen scheinen, daß der Verfasser
der Krankengeschichten keine genaue oder sogar eine
falsche Anschauung von den epigastrischen Hernien hat.
Der Betreffende sagt bei Fall VII „Der Inhalt des atro
phischen Bruchsackes besteht aus einem taubeneigroßen
Lipom“, bei Fall VI „Bruchsack sehr dünn, nicht zu
präparieren“, Fall IV „Bruchsack verödet, Inhalt Lipom“,
Fall II „den Peritonealüberzug kann man nicht sehen“.
Augenscheinlich glaubt der Verfasser, daß das Peritoneum
das Fett umgeben müsse, während es doch umgekehrt
ist, das Fett umgibt den Bruchsack teilweise. Meiner
Meinung nach hat wohl der Betreffende den Ausdruck
„subserös“ mißverstanden. Er hat nicht erkannt, daß
damit praeperitoneal gemeint ist, sondern er glaubt an
scheinend, daß das Fett von den Bauchdecken aus gerechnet
unterhalb des Peritoneums liegen solle. In der Dissertation
von Segger-Bethmann findet sich pag. 6 ein ähnlich
unklarer Satz: „Was den anatomischen Bau der epi
gastrischen Hernien anbelangt, so liegen sie entweder
frei unter der Haut oder sind mit Peritoneum bekleidet.“
Auch in der neuesten Literatur in einem Aufsatz von
Rehn in der Deutschen Klinik findet sich folgende Stelle

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