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Meistens scheint das Carcinoma ventriculi oder oeso-
phagi öfter neben einer Hernia epigastrica zu bestehen.
Ob es sich in solchen Fällen um eine durch die Ab
magerung oder das Erbrechen sekundär entstandene Hernie
handelt, müßte erst an Hand einer größeren Anzahl von
Fällen erforscht werden.
In der Literatur finde ich nur wenige Angaben über
das gleichzeitige Vorkommen von Hernia epigastrica und
Carcinoma ventriculi und, wo solche vorhanden sind, wird
meistens vielleicht nicht mit dem nötigen Nachdruck darauf
hingewiesen. In den Krankengeschichten von Fröhlich
ist bei Fall VII gesagt: „V 4 Jahr später an Carcinose ge
storben“, bei Fall V sagt der Verfasser, daß wahrscheinlich
Pyloruscarcinom vorliege. In der neuesten Literatur weist
König darauf hin, daß die Hernia epigastrica nach Brech
beschwerden auftreten könne, „da wir sie wiederholt als
Begleiterscheinung von Carcinoma pylori sahen.“ Rehn
weist in der Deutschen Klinik auch auf das Carcinoma
pylori hin in dem Artikel über die Hernia epigastrica, da
gegen meint Bohland, er glaube nicht recht an das Ent
stehen einer Hernia epigastrica nach Erbrechen, er habe
nur ein einziges Mal den Fall gesehen bei der großen
Anzahl von ■'Kranken mit Erbrechen, die in seiner Be
handlung waren; also scheint er auch das Zusammen
treffen von Carcinoma ventriculi und epigastrischer Hernie
kaum beobachtet zu haben. Witzei ist der einzige, der
deutlich darauf hinweist, daß nach Konstatierung eines
Bauchbruches umgekehrt eine sorgfältige Berücksichtigung
etwaiger Erkrankungen des Intestinalkanals besonders des
Magens stattfinden muß.“ Witzei weist auch schon
darauf hin, daß man bei der Operation einer Hernia epi
gastrica bei einem Verdacht auf Magencarcinom vor der
Operation bei dem Patienten auf die Erlaubnis dringen
solle, eventuell die nötigen chirurgischen Eingriffe tun zu
dürfen. Es bietet ja in solchem Fall keine Schwierigkeit
mit der Bruchoperation eine genaue Abtastung des Magens
zu verbinden und dadurch die Diagnose sicher zu
stellen.

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