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Magenbeschwerclen vorhanden, darunter Erbrechen in
4 Fällen.
Besonders Hinweisen möchte ich hier auf 5 Fälle.
Bei diesen sind Magenbeschwerden vorhanden bei leerem
Bruchsack und ohne daß Netzverwachsungen vorhanden
sind. Bei einem Fall ist dies durch die Autopsie bestätigt
und auch, daß die Magenbeschwerden nicht auf einer
Erkrankung des Magens selbst beruhen. Diese Fälle
beweisen, daß die Ansicht von König, daß bei Magen
beschwerden wenigstens Netzadhaesionen vorhanden sein
müssen, nicht unseren Krankengeschichten entspricht,
sondern daß auch durch die Zerrungen des Peritoneums
allein reflektorisch Magenbeschwerden ausgelöst werden
können.
Diagnostische Schwierigkeiten liegen in keinem der
Fälle vor, trotzdem sind 3 Fälle von den praktischen
Aerzten nicht erkannt worden und 6 von ihnen mit Arznei
oder sonstigen Mitteln kürzere oder längere Zeit behandelt
worden.
Die Operation wurde überall in der oben angeführten
Weise ausgeführt. Der Heilungsverlauf wurde nur bei
einem 79 Jahre alten Pat. durch eine eingetretene Pneumonie
und Pyonephrose gestört.
Bei den 15 Pat., die ich persönlich untersucht, oder
die auf meine schriftlich an sie gerichteten ausführlichen
Fragen geantwortet haben, ist kein einziges Rezidiv auf
getreten. Zweifelhaft ist höchstens ein Fall, bei dem
Pat. angibt, daß bei schweren Arbeiten die Narbe etwas
anschwillt, ln einem Fall sind Beschwerden durch den
Silberdraht aufgetreten, die jedoch nach der Inkrustation
desselben von selbst wieder geschwunden sind. Ueber
derartige Beschwerden habe ich in der mir zur Verfügung
stehenden Literatur nichts gefunden. In hiesiger Klinik
ist dagegen noch ein zweiter Fall zu verzeichnen. Bei
Fall II von Segger-Bethmann hatten sich Beschwerden
durch einen spitzen unter der Haut fühlbaren Draht ein
gestellt, der deswegen im April 1904 (nach 4 1 / 2 Jahren)
entfernt werden mußte.

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