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erscheinungen geführt hat. Lanz beschreibt ebenfalls die
Incarceration einer Gallenblase in einer Hernia epigastrica.
Greiffenhagen erwähnt einen Fall von „Strangulations-
ileus einer Hernia epigastrica“ und Wendel einen Fall
von „Torsion eines Fettbruches und seine Folgen“. Daß
auch selten Einklemmungen mit Ausgang in Gangrän
Vorkommen, zeigen die Fälle von Wiesinger. Sehr oft
hat der Bruchsack gar keinen Inhalt.
Die Symptome setzen je nach dem langsamen oder
plötzlichen Entstehen des Bruches verschieden heftig ein.
Das wohl fast niemals fehlende Symptom ist der lokale
Druckschmerz der Hernie und öfter auch ihrer Umgebung.
Schmerzen bei jeder schwereren Arbeit und, wie Bohland
betont, beim Bücken sind in der Regio epigastrica oft
vorhanden, die von hieraus nach den verschiedensten
Richtungen ausstrahlen können. Dazu kommen die sehr
häufigen Beschwerden von Seiten des Magens. Die
Patienten klagen über Verdauungsschwäche, Schwere im
Magen nach dem Essen, saures Aufstoßen, Brechreiz,
manchmal Erbrechen, Schmerzen bald hier bald dort im
Leibe, meistens aber in der Magengegend, unregelmäßiger
Stuhlgang, Diarrhöen abwechselnd mit Verstopfung. Wichtig
ist, daß die Beschwerden meistens gleich oder bis 1 Stunde
nach dem Essen auftreten. Die Patienten magern ab,
werden mißmutig, weil sie oft von keinem Arzte Hülfe
bekommen, und werden von der Umgebung für Querulanten
oder Hypochonder gehalten. Es soll nicht unerwähnt
bleiben, daß die Hernien manchmal auch keine Beschwerden
machen und sie dann zufällig entdeckt werden, es mag
dies auf die individuelle Empfindlichkeit des Einzelnen
zurückzuführen sein. In der Hauptsache sind es schwere
Symptome, die eine rechtzeitige Diagnose wünschenswert
erscheinen lassen.
Bei plötzlichem Auftreten der Hernie werden die
lokalen Schmerzen und der Befund leicht die richtige
Diagnose ermöglichen. Schwieriger ist sie bei längerem
Bestehen der Hernie. Sobald die vorhergenannten Symp
tome auf eine solche hinweisen, soll man den Patienten

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