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Netzes, Stränge, die meistens nach der großen Kurvatur
des Magens oder dem Colon transversum hinziehen, werden
durch die Bewegungshinderung des Magens und durch
die Zerrung dieser Stränge bei gefülltem Magen leicht
schwerere Symptome hervorrufen können.
Ich kann mich nach diesen Ausführungen bei Be
schreibung der Brüche selbst kurz fassen. Die Größe
der Brüche ist verschieden, von Erbsengroße bis Apfel
größe oder sogar Kindskopfgröße. Auch noch weit größere
sind vereinzelt beschrieben worden. Bei weitem am
häufigsten sind die kleinen, wie es unsere Kranken
geschichten zeigen.
Die Bruchpforte wird gebildet von der Aponeurose
der Bauchmuskeln und ist, wie es der anatomische Bau
dieses fibrösen Gewebes bedingt, meistens quergestellt.
Oft nur ein schmaler Schlitz bis zu 2 cm Länge oder
mehr, ist sie bei älteren Brüchen auch oft abgerundet oder
kreisrund.
Der Bruchsack wird gebildet von dem Peritoneum
und ist entweder lipomatös entartet, oder es sitzt ihm ein
praeperitoneales Lipom auf. Daß er oft sehr klein und
erst nach weiterer Eröffnung der Pforte, Hervorziehen des
Lipoms und Einschneiden desselben zu finden ist, ist schon
erwähnt. Die weiteren Hüllen des Bruches sind die Fascia
transversalis, die oberflächliche Bruchfascie, das subcutanc
Bindegewebe und die Haut, die bei längerem Bestehen
des Bruches nicht selten miteinander verwachsen.
Der Bruchinhalt ist meistens Netz, wie unsere Fälle
bestätigen, das nicht selten mit dem Bruchsack verwachsen
ist. Daß Magen, das heißt eine seitliche Ausstülpung der
Magenwand, der Inhalt sein kann, ist oben erwähnt. Etwas
öfter ist Colon oder Dünndarm darin gefunden worden.
Bonnet berichtet über Autoren, die das Ligamentum
falsiforme als Inhalt sahen. In dem einen Falle lag neben
dem Ligamentum hepatis und einem Netzstück die oblite-
rierte Nabelvene. Hubbauer berichtet über einen Fall,
bei dem Gallenblase mit einem Gallenstein mit incarceriert
gewesen ist und zur Steigerung der Einklemmungs-

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