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operiert hat, bestätigen wird.“ König erklärt dann weiter
unten, daß eine Druckerhöhung im Leibe aus den ver
schiedensten Ursachen, so auch durch starke Spannung
der Bauchmuskeln, Eingeweide in einen schon bestehenden
Bruchsack treiben könne. Er kommt zu der Ansicht, daß
immer eine Lücke oder schon ein kleiner Bruchsack vor
handen gewesen sein muß, daß die Muskelanstrengung
bei der Arbeit aber die Beschwerden hat auslösen können,
ob sie das in dem betreffenden Falle getan habe, oder
eine bestehende Verdauungsstörung, oder Nießen oder
Husten, könne in dem Falle ärztlicherseits nicht entschieden
werden .... Wie schwierig also die Beurteilung solcher
Fälle für die Gutachter ist, geht zur Genüge aus diesen
Auszügen der drei Gutachten hervor.
Schwieriger wird die Beurteilung noch dadurch, daß
es gar keine wahren Hernien zu sein brauchen, die starke
Beschwerden hervorrufen, sondern auch schon solche
Fälle, bei denen nur das praeperitoneale Fett durch die
Fascie als Bruchpforte durchgetreten ist, das Peritoneum
dagegen noch nicht, von vielen deshalb als Fetthernien
bezeichnet, machen erhebliche Beschwerden und sind
auch in Bezug auf Behandlung und Beseitigung durch
Operation genau so wie die wahren Hernien zu beurteilen,
so daß, wie ich früher erwähnte, ein so scharfer Unterschied
zwischen reinen Fettbrüchen und wahren Hernien in
praktischer Hinsicht nicht gemacht zu werden braucht.
Daß es Fälle gibt, in denen schon kleine Ausstülpungen
des Peritoneums, auch wenn dasselbe die Fascie noch
nicht passiert hat, Beschwerden machen und demnach
genau so zu behandeln sind, als wenn es schon wahre
Hernien wären, beweist eine Arbeit von Riedel. Er
erwähnt zuerst einen Fall, bei dem es sich um ein ganz
winziges durchgetretenes Fettträubchen handelte, das die
schwersten Symptome mit heftigem Erbrechen verursachte,
die aber sofort nach der Operation schwanden. Er sagt
zwar, daß solch heftige Beschwerden bei kleinen Fett-
briichen selten wären und fährt dann fort: „Die Beschwerden
werden stärker, wenn das Bauchfell den Spalt in der

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