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abends nicht höher als morgens. Frostdelirien hatte er
nicht dabei, er fühlte sich auch nicht schlimmer als vorher.
Arseniktropfen, die er jetzt als Medizin bekam, halfen ihm
sehr gut. Denn die Beschwerden besserten sich derart,
dass Bat. wieder 8 Tage lang die Schule besuchte. Dort
sei es aber nicht gegangen, die Beschwerden seien auch
wieder schlimmer geworden. Auf der einen Seite könne
Pat. nicht liegen, er habe dann Schmerzen. Unsicherheit
beim Greifen, Schwäche einer Körperseite hat Pat. nicht
bemerkt.
Pat. giebt auch selbst an, er habe Kopfschmerzen, die
so in der Nacht kommen ; schildern könne er sie nicht;
dabei werde ihm übel, aber nicht schwindelig. Die Kopf
schmerzen sind so heftig, dass er laut schreien müsse; sie
dauern aber nur ein paar Minuten. Bei Tage habe er sie
auch schon gehabt, aber nicht so oft. Auf dem rechten
Auge kann er nicht gut sehen. Das Hören gehe gut, er
fühle sich sonst ganz gesund.
Status : Pat. wird von der Mutter gebracht, ist
1,36 cm gross, wiegt 28 kg, Temperatur ist 36 0 C. Kindlich
graciler Körperbau, schwache‘Muskulatur, gute Ernährung,
Gesicht normal gerötet. Pat., der eben aus dem Bett ge
bracht und auf den Stuhl gesetzt war, wird blass, klagt,
er müsse sich übergeben, erbricht sofort eine reichliche
Menge unverdauter Nahrung. Als er hingelegt wird, wird
ihm sofort wieder wohl.
Eine 2 Vs cm lange Narbe, verschieblich, nicht druck
empfindlich, oberhalb der rechten Augenbraue; eine 1 cm
lange, breite Narbe über der Mitte der Stirnhaargrenze.
Eine deutlich umschriebene Stelle, etwa 2 Mai'kstück gross,
8 cm gerade oberhalb des rechten Ohrmuschelansatzes zeigt
perkutorische Empfindlichkeit, sonst ist der Schädel auf
Druck und Beklopfen nicht empfindlich. Der Klopfschall
an der angegebenen Stelle ist vielleicht etwas dumpfer als
an derselben Stelle links.
Augenuntersuchung (Dr. Flatau) : Die linke
Lidspalte ist etwas kleiner, leichte Ptosis L., Nystagmus
horizontalis in der Ruhe schon, bei Augenbewegungen er-

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