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Im Frühjahr 1901 hat er eine schwere Lungenent
zündung durchgemacht und gleichzeitig Keuchhusten gehabt,
noch lange nach Ablauf der Lungenentzündung bestand
Fieber.
Im Frühjahr 1902 fiel er beim Spielen gegen einen
Schiebkarren und trug eine Verletzung über dem linken
Auge davon. Um dieselbe Zeit fiel er mit dem Kopf gegen
ein Treppengeländer und zog sich wieder eine Verletzung
über dem Auge zu. Bald darauf fiel er beim Spielen auf
eine Bahnschiene und verletzte sich an der Mitte der Stirn.
Bei keiner der Verletzungen war er bewusstlos, es er
folgte kein Erbrechen oder Übelkeit, auch nachher war er
nicht verändert, sondern ganz munter und gesund. — Seit
Frühjahr 1906 hat er häufiges Erbrechen, das nachts
plötzlich im Schlaf, unabhängig vom Lagewechsel, kommt,
er wacht auf und bricht plötzlich meist Galle aus. Seit
dieser Zeit wurden auch die Leistungen in der Schule
schlecht; seit September 1906 hat er anfallsweise auftre
tende Kopfschmerzen, meist nachts, mehrmals wöchentlich,
zuweilen auch 2mal in einer Nacht; er verliert dabei nicht
das Bewusstsein ; die Schmerzen dauern meist etwa Vs Stunde,
danach schläft er wieder ein, am nächsten Tage klagt er
dann oft über Schwindelgefühl. Ebenfalls seit September
1906 wurde der Gang ziemlich taumelig, unsicher ; er hält
den Kopf immer steif nach hinten. Diese Beschwerden ver
schlimmerten sich besonders Januar 1907, er konnte die
Schule nicht mehr besuchen, weil er nicht mehr vorwärts
kam. Bis dahin hatte er Jod bekommen. Nur auf dem
einen Auge kann er sehen, die Steifigkeit des Kopfes wurde
immer auffallender. Er konnte sich nicht bücken und sagte,
es sei ihm dann, als ob im Kopf etwas lose wäre. Wenn
er etwas vom Fussboden aufheben musste, so setzte er sich
hin und hob es dann mit steifem Nacken auf. Auch wenn
die Kopfschmerzen sehr schlimm waren, hatte er das Ge
fühl, als ob sich im Kopfe etwas bewege, „etwas rundum
ginge“.
Zur selben Zeit hatte er mehrere Wochen lang Fieber,
etwa zwischen 37,8 und 38,5 °, ziemlich gleichmässig hoch,

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