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findet sich diese Osteoporose in höherem Gerade. Auch eine
Sprengung der bereits verwachsenen Nähte kann durch die
den Tumor begleitende Drucksteigerung bewirkt werden, und
wiederum wird dies natürlich namentlich bei Kindern am
leichstesten der Fall sein.
Wie alle Tumoren des Giehirns, so rufen natürlich auch
die Geschwülste des Kleinhirns zunächst eine Steigerung
des Hirndruckes und die damit verbundenen Symptome hervor.
Eins der konstantesten Symptome ist der Kopfschmerz,
der nur selten während der ganzen Dauer des Leidens ver
misst wird. Er kann im Anfangsstadium fehlen oder sehr
geringfügig sein und intermittierend auftreten. Meist ist
er durch grosse Heftigkeit ausgezeichnet, die im Laufe der
Zeit noch zunimmt und sich anfallsweise bis zur Unerträg
lichkeit steigert. In frühen Stadien des Leidens wirkt der
Kopfschmerz oft schlafraubend, später ist er nicht mehr
im Stande die Benommenheit zu durchbrechen. Bei den
Kleinhirntumoren wird der Kopfschmerz besonders im
Hinterkopf, Nacken und selbst in die obere Rückengegend
ausstrahlend gefunden und ist auch bei den Kindern sehr
heftig. Öfters findet sich dabei ein leichter Grad von
Nackensteifigkeit, allgemeine Konvulsionen, Anfälle von
Opisthotonus.
Das wichtigste Symptom für alle Tumoren des Hirns,
also auch für die des Kleinhirns, ist die Stauungspapille.
Gerade sie ist ein konstantes Symptom bei den Geschwülsten
des Kleinhirns und tritt bei diesen besonders früh in die Er
scheinung. Ihre wesentliche Ursache und Grundlage ist
die Hirndrucksteigerung, wird diese durch Abfluss von
Cerebrospinalflüssigkeit vermindert, so pflegt sie selbst auch
zurückzugehen.
Ein Krankheitszeichen von hoher Bedeutung ist die
Benommenheit, in den ersten Stadien der Erkrankung ist
sie meistens nur schwach ausgebildet. Später antwortet
der Fat. träge und schlaftrunken, das Interesse für die
Aussenwelt erlischt allmählich. Sicher ist wohl auch, dass
in der Mehrzahl der Fälle die Intelligenz eine gewisse Ein
busse leidet.

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