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Sitzen in beiden Gebieten vor, aber die innige Verbindung
derselben mit Schwindel und Erbrechen spricht mehr für
das cerebellum. Frühzeitiges Hervortreten der Benommen
heit, Demenz und anderer psychischer Störungen spricht in
zweifelhaften Fällen zu Gunsten der Frontalgeschwulst.
Lähmungserscheinungen im Bereich der in der hinteren
Schädelgrube entspringenden Nerven weisen natürlich auf
das Kleinhirn hin.
Es ist’ schon gesagt worden, welche Veränderungen
der Tumor und besonders das Gliom auf das unmittelbar
benachbarte Gewebe ausübt und welchem Schicksal es schlies-
lich entgegen gehen kann. (Zerfall.) Aber zugleich macht
sich auch ein Einfluss auf das gesamte Gehirn, seine Hüllen
und Nerven geltend, in der Weise, dass die Hirn teile,
welche dem Drucke des Tumors ausgesetzt sind, Verschie
bungen und Verunstaltungen erleiden, dass die gyri compri-
miert werden. Fast immer kommt es zu einer Abplattung
der gyri, die sulci sind verstrichen. Die Pia und das Hirn
sieht trocken und blutarm aus.
Jeder Tumor cerebri ist fast stets begleitet von einer
Vermehrung des Liquor cerebrospinalis, von einem
Hydrocephalns internus.
Und besonders bei Tumoren des Kleinhirns ist der
Hydrocephalus internus stark entwickelt, da die Geschwulst
durch Druck die Communication zwischen den Ventrikeln
verlegt und durch Kompression der vena magna Galeni zu
Stauung und vermehrter Transsudation führt. Der Tumor
selbst oder der ihn begleitende Hydrocephalus internus
führt zu einer Abplattung und Atrophie der Hirnnerven
und man kann dies am oculomotorius abducens, olfactorius
sowie am chiasma opticum deutlich sehen. Selbst der
knöcherne Schädel bleibt nicht verschont von dem Einfluss
der Neubildung und zwar ist es auch ganz gleichgiltig, wo
der Tumor sitat. Denn es kommt in vielen Fällen zu einer
Osteoporose und Verdünnung des Knochens, er wird durch
scheinend und es kann schliesslich die Usur einen solchen
Grad erreichen, dass es zu einer örtlichen Perforation des
Schädels kommt. Namentlich bei jugendlichen Individuen

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