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Das mikroskopische Bild entspricht mit ganz geringen
Abweichungen genau den von Hoffa gemachten Angaben,
ebenso wie .der äußere Befund des geschädigten Gelenkes:
„Die Schwellung ist typisch. Sie sitzt bei sonst intaktem
Gelenk dicht unterhalb und zu beiden Seiten der Patella.
Es ist eine pseudofluktuierende Anschwellung, die das Liga
mentum patellae in die Höhe hebt. Der obere Recessus
des Gelenkes ist frei, ebenso bleiben die Gelenkspalten an
beiden Seiten frei. Sobald man aber die Teile seitlich neben
der Patella prüft, fühlt man die teigige Anschwellung, die
sich bis unter das Ligamentum patellae verfolgen läßt“.
Es sind dann noch zwei weitere Fälle von Lipomen
des Kniegelenks in der hiesigen chirurgischen Universitäts
klinik behandelt worden, welche klinisch und anatomisch,
wenigstens makroscopisch betrachtet, mit dem ersten Fall über-
einstimmen, während das mikroskopische Bild bei dem nun
folgenden Fall in unwesentlichen Punkten ab weicht.
Die Krankengeschichten sind folgende:
J. E., 29 Jahre, Leutnant.
Anamnese: Patient stürzte 1902 mit dem Rade:
Haemarthros geuu. Er lag dann 7 Wochen im Garnisonlazaret
in Kiel und war darauf 8 Wochen in Wiesbaden. Am Ende
der 16. Woche waren alle Symptome verschwunden und
konnte Patient dauernd Dienst tun. Am 19. X. stürzte
Patient mit dem Pferde, er kam mit dem linken Fuß unter
dasselbe zu liegen. Es stellte sich eine geringe Schwellung
des linken Knies ein und lag Patient bis zum 25. X. im
hiesigen Lazaret. In den folgenden Wochen war er in Leipzig
in Behandlung, wo er Fußbäder und Massage an wandte, es
trat dann eine Besserung ein, jedoch blieb fortgesetzt ein
Gefühl von Ziehen im linken Bein, sodaß Patient sich
dauernd schonen muß. Abends, wenn er längere Zeit gegangen
ist, ist auf Druck Schmerzen unterhalb der Kniescheibe.
Befund: Das linke Knie ist nur ganz wenig dicker
wie das rechte. Die Grenzen der Patella und die Kniefurchen
sind etwas verstrichen, jedoch läßt sich ein Erguß im Gelenk
nicht nachweiseu. Beim Andrücken der Patella gegen die

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