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Anschluß an die Abreibung, eines Meniscus oder bei dem
Vorhandensein eines freien Gelenkkörpers sich entwickeln.
Hoffa giebt dann die Krankengeschichten von sieben
Fällen, die er in Berlin operiert hat, und ergab die Anam
nese bei sechs von diesen Fällen ein zeitlich mehr oder
weniger weit zurückliegendes Trauma, welches das betreffende
Kniegelenk getroffen hatte. Sechs Patienten konnten von
Hoffa nach erfolgter Exstirpation der Geschwulst geheilt
entlassen werden. Ein Fall war bei Veröffentlichung des
Vortrages noch nicht abgeschlossen. Zum Schluß bemerkt
dann Hoffa: ,,Durchsieht man nun die Litteratur, so
findet man, daß auch anderen Chirurgen gelegentlich die
gleichen Veränderungen entgegen getreten sind, meist aller
dings zufällig, indem das Gelenk geöffnet wurde, teils in
der Annahme, daß man wegen der bestehenden Einklemmungs
erscheinungen einen abgerissenen Meniscus oder einen freien
Gelenkkörper finden würde.
So erwähnt z. B. König in der Festschrift zum 80.
Geburtstags von Esmarchs einen derartigen Fall, in
dem er einen Offizier durch Exstirpation einer derartigen
Fettzotte von seinen Schmerzen dauernd befreit und ihm
dadurch den Gebrauch seiner Beine wiedergegeben hat.
Hierher gehören auch der zweite von Lauen stein be
schriebene Fall, (s. oben als Fall No. 6 angeführt) und der
Fall von H e r h o 1 d.
In dem Fall von Herhold handelt es sich um einen
Soldaten, bei dem Herhold wegen Knieschmerzen das
Gelenk eröffnete und eine hinter dem ligamentum patellae
gelegene hühnereigroße Fettgeschwulst, entfernte. Es handelte
sich sicher auch hier, so bemerkt Hoffa, um den von mir
beschriebenen Zustand und nicht um ein wirkliches Lipom
des Gelenkes. Weiter hat Börner ähnliche Fälle aus der
Klinik von Müller in Rostock, Martens aus der Klinik
von König beschrieben; und schließlich beschrieben ähnliche
Fälle noch Pein er und Er rin in Boston.
Karl Gaugele berichtet dann im Anschluß an zwei
Fälle von Exstirpation von entzündlichen Fettgewebswuche-

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