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Seite des Ligamentum patellae hervorgerufen werden kann,
daß ein Riß der Synovialis die Folge sei, des einen .Teil
des Fettes in das Gelenk eintreten ließe. Indessen sei ein
Trauma durchaus keine notwendige Voraussetzung, denn
auch ohne ein solches sei das Hereinwachsen eines Lipoms
von einem großen Fettlager aus nichts Erstaunliches. Hierzu
bemerkt PI o f f a in seiner Arbeit „Zur Bedeutung des Fett
gewebes für die Pathologie des Kniegelenkes (Deutsche
medizinische Wochenschrift. 30. Jahrgang No. 10.)
„Das von Johannes Müller sogenannte Lipoma ar-
borescens genu ist keine eigentliche Geschwulst. Dagegen
stellt eine Solche das von König sogenannte „solitäre
Lipom des Kniegelenks dar.“ Hoffa erwähnt dann die
oben angeführten Utile von Volckmann, Riedel,
L auenstcin Wagne r u. A. und bemerkt dann weiter:
„Die solitären Lipome sind jedenfalls recht seltene Er
scheinungen und wie ich wohl glauben möchte, noch seltener
als man angenommen hat, indem es sich in einer Reihe
von Fällen, die als Kniegelenklipome beschrieben worden
sind, so z. B. in den Fällen von Lauenstein und Herold
(s. unten), sicher nicht um derartige solitäre Lipome, also
um wirkliche Geschwülste gehandelt hat, sondern um eine
andere Affektion des intraartikulären Fettgewebes, nämlich
um eine wie ich sagen möchte, „entzündlich fibröse Hyper
plasie dieses Gewebes.“ Hoff a giebt dann des weiteren
eine eingehende Beschreibung von der Größe, Farbe, Consistenz
und dem mikroskopischen Bilde der von ihm exstirpierten
Geschwülste im Vergleich zu reinen FettgewebSgeschwülsten
auf Grund der Untersuchungen seines Assistenten J. A.
Becher. Er führt folgendes aus: (Deutsche medizinische
Wochenschrift, No. 10, 1904.)
„Nach diesen Untersuchungen stellt sich der pathologische
Process als ein sich im Fettgewebe unter dem Endothel der
Synovialis, auch unter Beteiligung der letzteren abspielenden
Entzündungsprocess dar, und zwar finden wir alle Stadien
der Entzündung, von der beginnenden zeitigen Infiltration
bis zur Umwandlung derselben in straffes Bindegewebe an
unseren Praeparaten vor.

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