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größten Teiles der Synovialis, die stark gefaltet mit hunderten
hypertropischer Gelenkzotten und gurkenkerngroßer blutroter
Zotten besetzt ist. Diese hypertrophischen Gelenkzotten be
stehen ganz aus Fettgewebe und unter dem serösen Über
züge derselben finden sich feine submiliare Körner, die sich
mikroskopbisch als in Fettmetamorphose und Verkäsung be
findliche Tuberkeln erweisen. Was diese beiden letzten
Fälle anbetrifft so vertritt Schmorl die Ansicht, daß sich
die zottigen und polypösen Wucherungen durch eine Fetthyper
plasie und Neubildung der physiologischen Gelenkzotten ge
bildet haben und er belegt deshalb das Ganze mit dem
Ausdruck „Lipomasie der Gelenkzotten“. Im Gegensatz
hierzu haben Rie'del und Lauen stein in den sub.
3,4,5 und 6 von Schmolek mitgeteilten Fällen einen
anderen Entstehungsmodus, nämlich die Entwickelung aus
para, und retrocapsulären Fettlagern angenommen. König
weist daun ganz besonders in einer Anmerkung, die er zu
den beiden von Riedel mitgeteilten Fällen macht, darauf
hin, daß man sich die Entstehung dieser Geschwülste wohl
ähnlich zu denken habe, wie die der subserösen Fettge
schwülste des Peritoneum. Er bezeichnet daher diese Lipome
als subseröse Gelenklipome. Die beiden von Riedel be
schriebenen Fälle scheinen ihm die Haupttypen dieser Ge
schwulst am Kniegelenk zu repräsentieren, indem die Ge
lenklipome von den zwei großen Fettlagern desselben, dem
einen zu beiden Seiten des Ligamentum patellae, dem andern
auf der Vorderseite des Oberschenkels hinter der Bursa enk-
tensorum gelegenen ausgegangen sind. Gerade an der letzten
Stelle giebt er an, schon öfter bei Gelegenheit des Operations
kursus an den Gelenken kräftiger Männer eine eigentüm
liche Einstülpung des retrocapsulären Fettes, und zwar meist
auf der lateralen Seite der Bursa resp. des Oberschenkels
bemerkt ztj. haben und glaubt König, daß kräftige Bewe
gungen des lateralen Randes des Musculus rectus die breite
Fettmasse auf dem Knochen zusam inend rücken und in das
Gelenk hineinzustülpen vermögen; ja er nimmt au, daß
unter Umständen sogar durch eine Gewalteinwirkung eine
so plötzliche und heftige Spannung der Fascie auf der einen

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