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keine Verletzung, kein spontaner Urinabgang. Darnach zirka
4 Wochen mit Klagen über Magenbeschwerden und Schwindel
gefühl zu Bett gelegen; keine Verwirrtheit, keine Unruhe.
Dann wieder gearbeitet, zuletzt beim Kasernenneubau in Wik.
Seit V2 Jahr wenig Appetit, vomitus matutinus, Kopf
schmerz, Magenschmerzen. Schlaf schlecht. Nachts unruhig,
schreckhaft, ängstlich. Manchmal Enuresis.
Am 11. III. 05 plötzlich heftige Schmerzen in den
Beinen und im Rücken geäußert, konnte die Treppe nicht mehr
gehen; Urinbeschwerden. Nach wenigen Tagen auch über
Schmerzen in den Armen geklagt. Etwa 4 Wochen zu Hause
ärztlich behandelt, angeblich wegen Leberschrumpfung mit
Wassersucht. In der zweiten Krankheitswoche starke
motorische Unruhe, verwirrte Reden, Verkennung seiner Um
gebung. Kam viel aus dem Bett, redete spontan viel von
seiner Militärzeit, ließ sich aber gut leiten.
Vom 12. IV.—15. VII. in der hiesigen medizinischen
Klinik. Hier anfangs starke motorische Unruhe, Verwirrtheit
und Desorientiertheit. Dann ruhigeres Verhalten, typische
Amnesie. Druckempfindlichkeit der Nervenstämme der Arme
und Beine. Starke Ataxie. Schnell auftretende Atrophie der
kleinen Handmuskeln, Entartungsreaktion. Innere Organe
ohne Befund
Am 16. VII. im städtischen Krankenhaus. Von da
hierher verlegt.
Status praesens:
Wird von der Frau per Droschke gebracht. Klagt über
„Verlähmung der Arme und Beine“.
Gewicht 67 kg.
Temperatur 37,9 °.
Mittiefer Knochenbau, mäßige Muskulatur und Ernährung,
Gesicht etwas blaß. Schädel auf Druck und Beklopfen nicht
empfindlich.
Pupillen mittelweit, bds. gleich, nicht ganz rund.
Licht- und Gonvergenzrefiex +. Augenbewegungen frei.
In den seitlichen Endstellungen leichte nystagmusartige Unruhe
der Bulbi. Corneal-, Conjunctivalrefiex +. Geringe ikterische

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