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Während Korsakow und nach ihm Tiling, Wernicke,
Jolly u. a. eine völlige Heilung der Psychose als die Regel
oder doch als ein häufiges Ereignis hinstellten, mehren sich
in der letzten Zeit übereinstimmend die Angaben, daß eine
Restitutio ad integrum so gut wie nie zur Beobachtung komme.
Mönkemöller, Bonhoeffer, E. Meyer und Raecke betonen alle
in ihren Arbeiten, daß sie in keinem ihrer zahlreichen Fälle
eine völlige Rückkehr zur Norm haben konstatieren können.
Freilich pflegt sich die Merkfähigkeit nach längerer oder
kürzerer Zeit — : doch besteht die Störung stets mindestens
einige Monate in gleicher Stärke — nicht unerheblich zu
bessern, die Confabulationen hören auf, die örtliche und zeit
liche Orientiertheit stellt sich wieder ein; doch bleibt stets
ein dauernder Defektzustand bestehen. Die Merkfähigkeit kehrt
nicht in vollem Umfange zurück, die Patienten behalten eine
gewisse Vergeßlichkeit, die ihnen eine Unsicherheit und Un
selbständigkeit im Auftreten gibt und gleichzeitig eine Ein
engung des geistigen Interessenkreises bedingt. Neben dieser
Abnahme der Initiative sehen wir nicht selten weiterhin eine
Störung des Aft'ektlebens nachbleiben resp. sich noch weiter
ausbilden, im Sinne einer erhöhten Reizbarkeit und der
Neigung zu Affektausbrüchen. So kann sich das Bild eines
frühzeitigen Seniums entwickeln. Es ist leicht verständlich,
wie derartige Patienten in der Ausübung ihres Berufes dauernd
mehr oder weniger schwer gestört bleiben müssen. Seltener
ist ein Uebergang in das Bild der sog. Alkoholparalyse, bei
der zu den oben genannten Alterationen eine gewisse Intelligenz
abnahme, jedoch ohne dauernde Progression, sich gesellt und
als Residuen der Neuritis somatische Veränderungen, die der
eigentlichen Paralyse äußerst ähnlich zu sein pflegen, auffind
bar sind.
Nach dem Gesagten könnte es den Anschein haben, als
ob der Exitus letalis überhaupt nicht zu den möglichen Aus
gängen der Erkrankung zähle. Das ist jedoch völlig irrig.
Lassen sich auch keine zahlenmäßigen Angaben machen, so
scheint doch die Mortalität im akuten initialen Stadium eine
recht hohe zu sein. Ist dieses einmal glücklich überstanden,
so bessert sich die Prognose bedeutend. Nur bei Ausdehnung

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