6
So ist das Vorhandensein einzelner Schleimbeutel und ihre
Erkrankung für manche Beschäftigungsarten charakteristisch
z. B. das Hygrom an der Innenseite, des Knies (Hygroma
des cavaliers), des Präpatellarschleimbeutels (Housmaidsknee),
der bursa acromialis bei Lastträgern u. s. w. Die Schleim
beutel communicieren teilweise miteinander oder mit benach
barten Gelenken; die letztere Art kann man als recessus der
Gelenke betrachten. Der normale mikroskopische Bau ist
ein sehr einfacher. Nach Stöhr bestehen sie aus einer
verschieden dicken Lage von Bindegewebe mit elastischen
Fasern, dessen Innenfläche stellenweise von einem Endothel,
das ist eine meist einfache Lage polygonaler Bindegewebszellen,
überkleidet wird. Die Synovialflüssigkeit ist in der Regel
nur in geringer Quantität vorhanden, sodaß die sich be
rührenden Wandflächen der bursa glatt und schlüpflig
erhalten bleiben. Größere Ansammlungen von Synovia sind
indes nicht selten, müssen aber als abnorme Zustände gelten.
Bezüglich der Kommunikation der Schleimbeutel mit
dem Gelenke haben Grube r, Hei necke und P o i r i e r
beim Kniegelenk genauere Untersuchungen gemacht. Nach
G r u b e r sollte der praepatellare Schleimbeutel in der Hälfte
der Fälle mit dem Gelenk kommunizieren. Bei Kindern
ist die Kommunikation nach Hei necke und P o i r i e r
nie vorhanden, bei Erwachsenen nach H e i n e c k e sehr
häufig. P o i r i e r fand dagegen die Kommunikation zwischen
dem 20, und 40. Lebensjahr nur in 10 % der Fälle und
selbst bei ganz alten Leuten höchstens in 20 %.
Was die normal anatomischen Verhältnisse des in
unserem Falle in Betracht kommenden Schleimbeutels angebt,
so hat Rössler in seiner Arbeit „zur Kenntnis der Achillo-
dynie“ genauere Studien mitgeteilt. Er sagt: „Die Bursa
subachillea hegt in der Nische, die dadurch gebildet ist, daß
die Achillessehne nicht am oberen Rande des Tuber calcanei,
sondern erst weiter plantarwärts inseriert und gehört nach
dem übereinstimmenden Urteil der Anatomen zu den konstant
vorkommenden. Nach Hei necke erreicht sie die Größe
eines halben Guldenstückes und darüber. Weiter sagt Rössler,
daß die bursa subachillea im allgemeinen von der Breite

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.