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den ganzen Schleimbeutel bis auf die Innenseite verfolgen
und in toto exstirpieren kann. Nahtverschluß der Wunde;
Schienen verband.
1. IV. Heilverlauf ungestört.
8. IV. Wunde p. p. verheilt. Nähte entfernt.
9. IV. Es wird in Chloroform-Narkose die Operation
in gleicher Weise auf der anderen Seite ausgeführt. Der
Befund ist genau der gleiche wie rechts.
19. IV. Wunde ebenfalls p. p. verheilt, Nähte entfernt.
23. IV. Patient darf mit Zinkleimverband aufstehen.
Er vermag ohne jede Beschwerden zu laufen. Bewegungs
fähigkeit an beiden Füßen vollkommen.
24. IV. Patient wird mit Zinkleimverband entlassen
und ihm 14 Tage Schonung anempfohlen.
Bezüglich der Exostosen sei noch erwähnt, daß sie mit
breiter Basis aufsitzen. Die Basisfläche ist etwa markstück
groß. Bei Betrachtung von oben sieht man zahlreiche an
nähernd concentrisch verlaufende Furchen, die das Bild
eines Kohlkopfes bieten. Die nach oben gerichtete Fläche
ist von einer bläulich weißen, im Durchschnitt Vs mm dicken
Knorpelschicht überzogen. Die Masse der Exostosen besteht
aus spongiösem Knochen, der kontinuierlich in die Spongiosa
des Calcaneus übergeht.
Dieser Fall von Exostosenbildung gehört jedenfalls zu
den Seltenheiten; denn bekanntlich werden die langen Röhren
knochen als Sitz der Exostosen bevorzugt, während die
kurzen Knochen, Hand-, Fußwurzel- und knorpelig angelegten
Schädel- und Gesichtsknochen nur in den seltensten Fällen
cartilaginäre Exostosen bilden. Wenn es auch nicht Wunder
nehmen könnte, daß sich gerade am Calcaneus leichter eine
Exostose bilden könnte, da er ja eine Epiphysenlinie besitzt,
die seinen Körper vom Tuber trennt und erst in der Puber
tätszeit verknöchert, so ist eine einseitige cartilaginäre
Exostose an demselben bisher erst von G u la t-Wellenburg
in seiner Inauguraldissertation „Calcaneusexostose“ beschrieben
worden.
Bezüglich der Genese und Anatomie dieser Exostosen
sind die verschiedensten Theorien aufgestellt, so ist es vor

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