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Wenn auch F i n o 11 i von seinen 40 Fällen nur dreimal
die hinteren Abschnitte des Calcaneus erkrankt sah, so trifft
man in der Praxis doch nicht so selten auf Erkrankungen
tuberkulöser Natur auch der hinteren Abschnitte dieses
Knochens, und es scheint bemerkenswert, daß sie gerade
hier oft lange Zeit keine nachweisbaren Symptome zu machen
pflegen.
Aber auch mit der Tuberkulose ist die Ätiologie zur
bursitis Achillea noch nicht erschöpft So teilt uns Albert
mit, .daß er in einem Falle eine linksseitige Achillodynie
beobachtete nach Gelenkrheumatismus und einen Fall nach
Ischias auf derselben Seite. Dr. Franke teilt in
Langen becks Archiv mit: Albert habe seit dem Auf
treten der Influenza im Laufe von 6 Jahren 6 Kranke be
handelt, die beim Gehen und Stehen, nicht beim Liegen,
Schmerzen an der Achillessehneninsertion hatten. Dort
fühlte er eine harte Geschwulst, hart wie die Sehne und
wenig empfindlich auf Druck. Trotz warmer Bäder, kalter
Umschläge, Einpinselungen von Jod und grauer Salbe be
hauptete sich das Leiden mit großer Hartnäckigkeit, die
Ätiologie war unsicher, weder Trauma noch Gicht, Tripper
oder Überanstrengung konnten beschuldigt werden. Leider
ist nichts gesagt über etwaiges Vorhergehen von Influenza.
Aus der Übereinstimmung dieses Leidens mit den von
Franke angeführten 5 Krankheitsfällen, die sich nur in der
Örtlichkeit unterscheiden, läßt Franke sich bestimmen,
die Influenza als Ursache anzunehmen. Wenn auch Franke
die Möglichkeit zugibt, daß die von Albert beschriebenen
Fälle auf Tripper zurückgeführt werden könnten, so wirft
Franke auch die Frage auf, ob nicht ebenso leicht wie
der Tripper die Influenza eine Schleimbeutelentzündung her-
vorrufen kann. Für diese Vermutung von Franke spricht
auch Rosenthal, der dem Leiden Neurome zu Grunde
legt, die bei der Streckung des Sprunggelenks gedrückt
werden, weil Franke öfters Neurome („Nervenknötchen“)
hauptsächlich bei hartnäckigen Neuralgien nach Influenza
beobachtete.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich einen von Dr.

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