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trophische Veränderungen mit hyaliner Degeneration der
hypertrophischen Schichten. Das Endothel fehlte teils, teils
war es mehrschichtig gewuchert. Dementsprechend waren
auch an der Sehne ähnliche Vorgänge nachweisbar. Die
Befunde sind gewiß nichts anderes als der Ausdruck der
durch jahrelange Inanspruchnahme des Schleimbeutels ge
gebenen chronischen Reizung, und kann dieser Prozeß mit
der Schwielenbildung der äußeren Haut infolge lokalen
Druckes verglichen werden. Solche Veränderungen werden
in vivo objektiv nie nachweisbar sein; wohl ist Rössler
der Ansicht, daß sie ab und zu mit Schmerzen verbunden
sind und das Bild der Achillodynie ohne lokalen Befund
liefern, wie er klinisch tatsächlich zu beobachten Gelegenheit
hatte. Eine gleichmäßige Reaktion auf den durch die Druck
wirkung bedingten Reiz ist wohl selten. In einem Falle
fand Rössler das Periost in der eben beschriebenen Weise
diffus verändert, gegen 3 mm dick, das gegenüberliegende
Peritendinum ebenfalls schon makroskopisch verdickt, den
Schleimbeutei in toto nicht alteriert. Viel häufiger wechseln
atrophische Bezirke mit hypertrophischen, was besonders
gut an der vorderen Wandung zu sehen ist, die ja mit
Periost ausgestattet, bei weitem empfindlicher sein muß, als
die derbe bindegewebige Hülle der Achillessehne.
Wenn nun der Reiz fortdauert oder gesteigert wird,
z. B. bei Übergang von einer sitzenden Beschäftigung zu
einer, die vieles Gehen und Stehen erfordert, so werden
auch die tieferen Schichten davon ergriffen. Das Periost
wuchert ganz irregulär, ebenso treten Wucherungen der
darüber liegenden Knochensubstanz in Form von kleineren
oder größeren Hyperostosen auf, die an sich wieder den
chronischen Reiz im Schleimbeutel erhöhen und zu sekundär
entzündlichen Prozessen führen können. In den hypher-
trophisehen ''Periostzonen gelangt es sogar zu wirklicher
Verknöcherung durch Einlagerung von Kalksalzen in ein
homogene Struktur darbietendes Grundgewebe, in welchem
die ßindegewebskörperchen Knorpelzellen ähnlichen Charakter
annehmen, ja von wirklichen Knorpelzellen oft kaum zu
unterscheiden sind. Diese hypertrophischen Vorgänge gepaart

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