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freieren und beweglicheren Partien, das Coecum, die
S.-Schlinge sein. Die Inkarcerationen dieser Art sind die
häufigsten, sie kommen in jeder Lebensperiode vor, das
weibliche Geschlecht begünstigt ihre Entstehung insofern,
als das Netz, ein vorhandenes Divertikel, pseudomembranöse
Bildungen nicht nur Adhäsionspunkte an den Sexual
organen finden, sondern auch letztere häufig von diesen
selbst ausgehen. Sie ereignen sich auch schon im Foetus
und bedingen partiale Defekte am Darmkanal.“
Wir sehen, daß Rokitansky solche Löcher und
Spalten im Gekröse für ursprüngliche Bildungsfehler hält.
Diese Auffassung findet sich vielfach in der Literatur ver
treten. Bis auf die kurze, nicht weiter begründete Er
wähnung, daß solche Löcher im Gekröse auch kongenitale
Mißbildungen sein können, findet sich jedoch bei mir
bekannten Autoren keine Erklärung dafür, wie ein Loch
im Gekröse als ursprünglicher Bildungsfehler zustande
kommen könnte. Rokitansky sagt über Bildungsfehler
des Darmkanals beim Neugeborenen bei der Beschreibung
des Volvulus folgendes: „Ein langes Gekröse gibt eine
Disposition ab; ein solches kommt zuweilen als Bildungs
fehler in Form eines über einer stielförmigen Wurzel sich
entfaltenden Mesenteriums vor, welches sich in ein loses
Mesocolon ascendens fortsetzt. -— Es kommen auch partiale
durch Strangulation im Foetus hervorgebrachte Mängel und
Unterbrechungen des Darmrohres vor. Gemeinhin fehlt
am Dünndarm an irgend einer Stelle ein Stück Darm und
Gekröse; von oben her endet der Darm mit einem häufig
monströsen strotzenden Blindsack, auf welchen jenseits
des Defekts ein verengtes Darmrohr folgt. Zwischen
beiden Blindenden fehlt ein Gekrösestück in Form eines
bald seichten, bald tieferen Ausschnittes. Derlei Mängel
sind, wie die vorhandenen pseudomembranösen Stränge
oder, deren Reste lehren, das Ergebnis einer Abschnürung
durch dieselben im Foetus. Zuweilen findet sich zwischen

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