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rungen des Darmes, das wäre hier die erste Durchschiebung,
nicht mit dem Beginn der Ueuserscheinungen zusammen
fällt; denn, wie schon einmal erwähnt, in den 15 Stunden,
welche zwischen diesen Ueuserscheinungen und dem Tode
liegen, wo das Kind im Bette lag und keinen Gewalt
einwirkungen ausgesetzt war, war die zweimalige Durch
schiebung des ganzen Dünndarmpaketes nicht wohl
möglich.
Es interessiert uns an diesem Falle nun nur noch
die Ursache der Darmdurchschiebung. Der Beginn der
selben kann durch eine ungewohnte Bewegung, oder rein
durch Zufall, oder auch wieder durch ein Trauma zu
stande gekommen sein; die weitere Fortsetzung der Durch
schiebung ist dann jedenfalls bei entsprechender Körper
lage nach dem Gesetz der Schwere erfolgt.
Beim zweiten Fall war die Reihenfolge der patho
logisch-anatomischen Momente dieselbe, wie im ersten
Fall. Zuerst entstand durch ein Trauma der Riß im Ge
kröse, nach Ausheilung des Defektes kam dann später der
Durchtritt des Darmstückes zustande und durch den
Durchtritt mußte die Achsendrehung zustande kommen.
Bei der Operation fand man den Defekt mit glatten, ab
gerundeten Rändern, also schon lange bestehend.
Die Erklärung des dritten Falles ist bereits oben ge
geben.
Aus dem Gesagten ergibt sich von selbst die Be
deutung solcher Fälle und wie wichtig die Kenntnis ihres
Vorkommens für den Chirurgen ist.
Von besonderer Bedeutung aber sind die beiden
ersten Fälle und der Fall von N e u h a u s, da sie zeigen,
daß solche Defekte im Mesenterium und Netz durch eine
äußere Gewalteinwirkung entstehen, daß sie ausheilen und
auch längere Zeit bestehen können, ohne irgendwelche
Erscheinungen bedrohlicherer Art zu bieten, daß sie aber

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