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schwindigkeiten zeigen nicht die wünschenswerte Übereinstimmung mit der
Wirklichkeit. Deshalb sah Wegemann sich veranlaßt, einer Idee Krümmels
folgend auf empirischem Wege Beziehungen zwischen Gradient und Windstärke
aufzusuchen. Er fand, daß das Produkt aus Windstärke und Isobarenabstand
für je 1 mm Barometerstanddifferenz angenähert konstant ist für eine und
dieselbe Breite, und daß diese Konstanten sich verhalten wie die Kosinus der
normalen Ablenkungswinkel. Im folgenden geben wir einen Ausschnitt aus
seiner Tabelle. 1 )
Windstärke
35° N-Br.
45° N-Br.
55° N-Br.
B ! sek
1
Isobaren-
abstand
Konstante
Isobaren
abstand
Konstante
Isobaren
abstand
Konstante
I
II
III
IV
1.6
3.1
4.8
6.7
522
270
175
126
836
()
435
224
146
105
380
196
127
92
rn~ +U
60, + 13
Derselben sind die Köppenschen Reduktionswerte für die Umrechnung
von Beaufortgraden in m p. Sek. zugrunde gelegt, während in der Dissertation
noch die Krümmelschen Reduktionswerte benutzt wurden, die namentlich
in den höheren Beaufortgraden von den Köppenschen abweichen, was sich
dadurch erklärt, daß Herrn Professor Krümmel noch nicht die später ver
öffentlichten Beobachtungen von »Elisabeth« und »Kurtis« zur Verfügung
standen.
Aus der erwähnten Relation:
ergibt sich:
cos u 350 : cos a 450 : cos a 550 = c 35° : c 450 : c 550
COS a 40° , cos a 40°
C 40 J = e 35° oder: <■ 40 = e 45°
COS a 35» COS a 450
c 40° == 756.57 „ c 4o° = 757.10
daraus als Mitttelwert: c 40° = 756.9. In gleicher Weise wurden die Konstanten
für die vollen Grade vom 40. bis 47. Grad gefunden und alsdann die Konstanten
für die Halbgrade durch Interpolation gewonnen. Die folgende Tabelle ent
hält für jede der in Betracht kommenden Breiten den Ablenkungswinkel a
und die Konstante c:
N-Br.
40°
40° 30'
410
41° 30'
42°
42° 30'
43°
43° 30'
a
69° 32'
69° 43'
69° 54'
70° 5'
70° 16'
70° 27'
70° 37'
70° 47'
c
757
750
744
737
731
725
719
713
N-Br.
44°
44° 30'
45°
45° 30'
46°
46° 30'
47°
a
70° 56'
71° 6'
71° 15'
71° 24'
71° 33'
71° 42'
71° 50'
c
707
701 •
696
690
685
680
675
Um Windrichtung und -geschwindigkeit über dem fraglichen Gebiet
festzustellen, wurden auf Karte V in den in möglichst regelmäßiger Verteilung
gewählten Punkten auf den Isobaren Tangenten und Normalen an dieselben
gelegt und die Ablenkungswinkel eingetragen. Aus Bequemliclikeitsgründen
wurden hauptsächlich die Schnittpunkte der Kurven mit den Parallelkreisen
gewählt, weil für sie Ablenkungswinkel und Konstante direkt aus der Tabelle
entnommen werden konnten. Auf den Normalen wurde der Abstand zweier
dem gewählten Punkt benachbarter lobären gemessen, die also eine Druck
differenz von 0.2 mm aufwiesen, und mit Benutzung einer am Kartenrand an-
0 Wegemann: Erweiterung des barischen Windgesetzes nebst Anwendung. >
Hydr. usw. s 1904, Heft IX, S. 412.
Ann. (I.

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