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c = c — c = c
Damit ist eine neue Doppelbindung entstanden, die keine
Partialvalenzen trägt und deshalb von Thiele als inaktiv be
zeichnet wird. Den Vorgang kann man sich nach Thiele
dadurch erklären, dass man die Atome einer doppelten Bindung
entgegengesetzt positiv und negativ geladen annimmt; bei be
nachbarten Doppelbindungen gleichen sich dann die Ladungen
der inneren Atome gegenseitig aus:
+ — + — + —
c = c — c = c c = c — c = c
Dieses Schema vergleicht Thiele mit einem Molekular
magneten.
Indem er seine Anschauungen auf die Kekulesche Benzol
formel mit drei Doppelbindungen überträgt, findet er, dass sich
hier die Partialvalenzen sämtlich ausgleichen.
Die ursprünglichen drei Doppelbindungen sind hierdurch
inaktiv geworden und können sich deshalb von den drei neu
gebildeten nicht mehr unterscheiden. Das Benzol enthält also
nach Thiele sechs inaktive Doppelbindungen:

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