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Meistens stellt man das Ozon mit Hilfe der Elektrizität
dar. Soret') hat bei der Elektrolyse von H 2 S0 4 (1 : 5) bei 5°
Sauerstoff mit 3%, bei Abkühlung mit Kältemischung sogar
solchen mit 6% Ozon erhalten.
Von grösserer W ichtigkeit ist die Ozonisierung des Sauer
stoffs durch die dunkle elektrische Entladung. Hierfür geeignete
Apparate sind in grosser Anzahl konstruiert worden 1 2 ). Im
folgenden seien einige beschrieben. Die Tabelle am Schluss
gibt die Ausbeuten an, welche ich mit den verschiedenen Ozoni
satoren erhalten habe. Die Siemens-Röhre besteht aus zwei
ineinander geschalteten, auf den Innenseiten mit Stanniol be
legten Glasröhren; die innere ist an einem Ende geschlossen,
während sie an dem anderen Ende mit der äusseren verschmolzen
ist. Der zwischen den beiden Röhren strömende Sauerstoff
wird durch die dunkle elektrische Entladung zwischen den beiden
Stanniolbelägen ozonisiert.
Ähnlich ist die Berthelot-Röhre eingerichtet, nur hat sie
keine Metallbeläge. Sie wird in verdünnte Schwefelsäure ge
stellt, womit auch das innere Rohr gefüllt ist. Die elektrische
Entladung geschieht hier zwischen den beiden getrennten
Flüssigkeiten. Für die Versuche mit diesen beiden Röhren
wurde der hochgespannte Wechselstrom durch einen grossen
Ruhmkorff-Induktor erzeugt.
Der Umstand, dass in neuerer Zeit die ultravioletten Strahlen
als der wirksame Bestandteil der dunkeln elektrischen Entladung
bei der Ozonbildung betrachtet werden 3 ), gab Veranlassung, auch
in dieser Richtung Versuche anzustellen. Es wurde eine Queck
silber-Quarzlampe gebraucht, die nach den Angaben des
Herrn Prof. Harries unter Benutzung der Heraeusschen Lampe
folgendermassen konstruiert war.
In dem Rohr ABCDE (s. Fig.) aus Quarzglas befinden sich
zwei Quecksilber-Elektroden AB und DE, die mit einer Strom
quelle von 3 Amp. verbunden sind. Durch eine um AB an-
1 ) Pogg. Ann. 118, 623.
2 ) Vgl. Fehling, Handwörterb. d. Ch. IV. 1079
3 ) Lenard, Ann. Phys. 1, 486 (1900).

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