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Die Analyse des Ozotoluols hat Renard nach derselben
Methode wie beim Ozobenzol ausgeführt. Die erhaltenen
Zahlen haben ihm erlaubt, „dem Produkt sehr genau die Formel
CtFDOg zuzuschreiben, wodurch es zum Homologen des Ozoben-
zols wird.“
Dieckhoff 1 ) gibt an, dass er beim Einleiten von Ozon in
Toluol bald sehr deutliche grössere Oktaeder, bald bei äusser-
lich ganz gleichen Bedingungen eine verschwommene kry-
stallinische Masse oder harzartige klebrige Tropfen erhielt. Auch
hier hat Dieckhoff nicht versucht, eine Analyse auszuführen.
Nachdem es mir gelungen war, vor allem Renards Formel
für das Ozobenzol als falsch hinzustellen, schien es angebracht,
auch seine und Dieckhoffs Angaben über das Ozotoluol nach
zuprüfen. Die oben angeführte Renardsche Formel für dieses
Produkt ist aus den beim Ozobenzol * 2 ) angeführten Gründen
und in Anbetracht der für letzteres gefundenen Formel auch
wenig wahrscheinlich.
Die Darstellung des Renardschen Körpers geschah ganz nach
seinen Angaben: ln einige Kubikzentimeter über Natrium destilliertes
Toluol wurde unter Kühlung mit Eis 5%iges Ozon eingeleitet (pro
lg ca 17a Stunden). Kohlensäure wurde auch hier durch die
Flüssigkeit geschickt. Es entstand ein wenig des von Renard
beschriebenen Körpers, der in der Tat weniger explosiv ist als
das Ozobenzol.
Zur Analyse wurde der Körper im feuchten Zustande auf
das Verbrennungsschiffchen gebracht und darauf 18 Stunden
lang im trockenen Luftstrom bei ca. 10° getrocknet.
Analyse des bei 0° dargesteliten Körpers:
I. 0,0776 g Sbst: 0,1157 g COa; 0,0315 g H 2 0
C = 40,66%; H=4,54%.
II. 0,1004 g Sbst.: 0,1487 g COa, 0,0412 g H 2 0
(einer neuen Darst.) C=40,39 n /o; H=4,59%.
') l. c.
2 ) Seite 24.

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