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denn bei seiner Spaltung erhält man, wie im experimentellen
Teile gezeigt werden wird, o-Phtaldialdehyd:
CtIO
| 4 2H2O2
CHO
Die beiden Ozonmoleküle lagern sich also an einen Ring
an, während der andere unverändert bleibt.
Wie Bamberger die beiden Doppelbindungen des einen
Rings durch vier Atome Wasserstoff absättigt, so geschieht
dies hier durch zwei Moleküle Ozon. Die obige Formel des
Naphtalindiozonids ist also ein vollkommenes Analogon zu der
Bambergerschen des Tetrahydronaphtalins (S. 11).
Der addierende Ring ist, wie wir sahen, wegen seiner ans
Aliphatische erinnernden Eigenschaften von Bamberger alicyclisch
genannt worden. Dem Ozon gegenüber zeigt er aber auch noch
seinen Benzolcharakter. Die Ozonanlagerung ist nämlich wie
beim Benzol auch hier viel schwieriger als bei rein aliphatischen
Körpern. Darnach wäre es angebracht, den anlagernden Ring
als einen solchen aufzufassen, wie wir ihn im Kei'n des Benzols
und seiner Homologen kennen gelernt haben, während der
andere, sog. aromatische Ring nach der Art dessen anzusehen
wäre, wie wir ihn oben (S. 18) beim Nitrobenzol und Benzoesäure
ester vor uns gehabt haben. In diesem Ringe hätten wir die
Baeyerschen zentrischen Bindungen.

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