Ferner wird nocli Bezug genommen auf die Rhetorik:
a I 531 und a II 94.
Nach diesen Beispielen, welchen sich noch manche
anfügen ließen 143 ), wird man ohne weiteres zugeben
müssen, daß B. gewisse Schriften wie die Politik, Poetik
und Rhetorik wenigstens, wenn auch in lateinischen oder
italienischen Übersetzungen, gelesen hat, daß er sich An
gehender jedoch nur mit der Ethik beschäftigt haben kann.
Diesem Werk bringt B. auch am meisten Verständnis und
Interesse entgegen. Die moralphilosophischen Gedanken des
A. hat er in viele seiner Schriften eingestreut und seinen
Lesern zugänglich gemacht. Trotz des hohen Lobes, welches
B. ihm und seiner Philosophie an den verschiedensten Stellen
zuteil werden läßt (a I 709, 853, a II 94, 159, 432, 465,
523, 644, 664 u. and.), huldigt er doch nicht unbedingt der
Autorität des A., unter dessen Banne damals die meisten
seiner Zeitgenossen standen, sondern B. will unabhängig und
ungebunden in seinen Ansichten sein, frei seine Meinung
äußern dürfen, wie er des öfteren mit großem Nachdruck
betont hat (a I 461, 526, 571, 858, 963, a II 266, 602).
Freilich nur äußerst selten ist seine Ansicht wirklich selb
ständig, aber sie kommt doch gelegentlich zum Ausdruck, so
vor allem in seinem Auflehnen gegen die aristotelische
Kunsttheorie, wie wir aus seinem Verhalten im Cidstreit
ersehen können. In seinem Briefe an Scudery (a I 541/4),
einem Briefe, welcher „pleine de finesse et de mesure“ ist,
wie Larroumet in seiner Ausgabe des Cid (p. 20) sich aus
drückt, kommt seine Sympathie, seine Bewunderung für
Corneille unverhohlen zum Ausdruck, indem er sagt, daß
der Verfasser zwar gegen die Regeln des A. verstoße, daß
aber die Regeln der Kunst anzuwenden und ein Werk zu
schaffen, welches gefalle, zweierlei sei, und daß Corneille
mehr geboten habe als bloße Kunst u2 ).-
Arrianos (2 Jh. n. C.): Von A.’ Werken erwähnt
B. das „'Byxsiptotov ’Etcixt//TOu“ und die „Aiatptßa- Etuxt/tou“
und zwar bezeichnet er sie a II 335/6 als „les Commentaires
d’A.“ und a II 218 als „les propos d’Epictete, recueillis par
A.“. Ilingedeutet wird noch auf die „’Avctßaat? ’AAe^ccvSpou“

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