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und leicht änderte B. auch sein Urteil über G. auf Chape-
lains Veranlassung. In einem Briefe vom 27. Nov. 1644 ;
welcher 20 Tage nach dem vorhergehenden geschrieben worden
ist, erklärt B.: „Je me figurois pour le moins un Ossat
lutherien ou un Villeroy s$avant sous la figure de ce Batave.
Je vous rends graces de la verite que vous m’avez fait voir
ä la confusion de toutes mes apparences. Vostre Science
de cour a dissipe mon ignorance municipale. . . “. Den wahren
Grund von B.’s plötzlicher Sinnesänderung erfahren wir
jedoch nicht.
Genannt wird G. noch a II 632 und in einem Briefe
B.’s an Dupuy 250 ), wo derselbe gebeten wird, ihm mitzuteilen,
ob man die Histoires des Pays-Bas des verstorbenen G.
drucke. 249 )
Daniel Heinsius (1580—1655): a II 673 zitiert B.
folgende Worte des H.: „Plus quovis Caesare, Caesar.“
Auf Werke des H. wird Bezug genommen:
a I 173/4 auf „Notae in Horatium“,
a I 791/2 „ „Notae in Novum Testamentum“
und sehr häufig auf des H.’ Tragödie „Herodes infanticida“ 251 )
und auf die durch den Streit mit B. veranlagte Verteidigungs
schrift „Heinsii Epistola qua dissertationi Balzaci ad Herodem
infanticidam respondetur“ 252 ) (s. u.).
Ferner wird noch Bezug genommen auf H.: a I 381,
a n 493.
Wie bereits angedeutet wurde, entwickelte sich zwischen
H. und B. ein heftiger literarischer Streit, und zwar über
die Tragödie „Herodes infanticida“. B. hatte zu derselben
nämlich eine Abhandlung geschrieben, betitelt: „Discours sur
une tragedie de M. Heinsius“ 253 ), und einen längeren, aus
führlichen Brief (a I 173/4) an Iluygens gerichtet; in diesen
zwei Schriften macht B. in durchaus anständiger und nicht
gehässiger Art einige kritische Bemerkungen über die Tra
gödie des H., indem er ihr und dem Verfasser trotz der
Einwendungen alle Anerkennung zu teil werden läßt. So
sagt er: „L’ceconomie de la Tragedie est dans les regles et
selon l’intention d’Aristote. La bienseance n’y pouvoit estre
plus religieusement observee. Les vers sont magnifiques, et

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