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a II 353, 368, 675), vor allem tadelt er ihn wegen der Cicero
zugefügten Beleidigungen. In einem Brief B.’s an den Kanzler
Seguier wird bemerkt: „II y a encore aujourd’huy en Allemagne
un Tyran Grammairien, un ennemi des veritez universelles,
un accusateur de Ciceron; qui depuis peu a publie des
Observations, oü il fait le proces ä son Juge, et dispute le
rang au Prince de l’Antiquite Latine. Si bien, Monseigneur,
que le consentement du genre humaiu, confirme par une
possession de dix-liuit Siecles, n’est pas un tiltre süffisant,
pour asseurer la reputation de ce Romain, contre la chicane
de ce Barbare. Yoilä certes qui n’est pas de bon exemple.“
(a I 709.)
Daniel Tilen (1563—1633): T.’s religiöser Streitigkeiten
mit Du Moulin gedenkt B. a II 342 (s. o. S. 159).
Wie wir sehen, sind B.’s Bemerkungen über die deutschen
Schriftsteller äußerst geringfügig, meistens sogar gehässig;
für die Beurteilung seiner kritischen Fähigkeit also belanglos.
§ 3. Holland.
Das kleine Holland war im 17. Jahrhundert das Land
der Freiheit, das Land, in welchem mancher Gelehrte, aus
fremden Ländern geflohen, eine Zufluchtsstätte gefunden hatte.
Die Universität Leyden stand in voller Blüte; B. selbst hat,
wie wir oben gesehen (s. o. S. 5), dort seine Studien getrieben.
In späterer Zeit hat er mit manchem holländischen Gelehrten
im Briefwechsel gestanden; manche hatte er dort während
seines Aufenthaltes persönlich kennen gelernt. So in enger
Berührung mit dem Land und seinen Menschen, waren seine
Urteile denn auch sehr persönlicher Art, d. h. sehr parteiisch
gefärbt; je nachdem, in welchem Verhältnis B. zu dem, welchem
sein Urteil galt, stand, wurde Lob oder Tadel verteilt.
Wir geben im folgenden nun ein Verzeichnis der von
B. genannten holländischen Autoren:
Baudius (1561—1613): Über Baudius selbst und seine
Gedichte bemerkt B. a II 556: „J’ay eu pitie autrefois de
ce zele forcene, dans les Vers du Docteur B., et luy ay
souhaite souvent les bons intervalles des Malades, ou pour le
moins la remission de leurs accez. Cet homme entroit en

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