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„visages barbares“ und „grands corps maladroits“ ibm be
sonders erwähnenswert scheinen (a 1 47). Freilich kein
großes geistiges Leben blühte damals in Deutschland, zu
einer Zeit, in welcher der 30jährige Krieg alles zerstörte,
vernichtete. Verächtlich äußert sich B. (a I 235/36) über die
deutschen und italienischen Philosophen, welche in ihrem
Streben nach Wahrheit sich mit „bruit et tumultc“ be
kämpften.
Aus der deutschen Literatur erwähnt B. nur einige in
lateinischer Sprache schreibenden Humanisten — die wirklich
großen Humanisten nennt er nicht. Die deutsche Sprache
ist ihm sicher nicht vertraut gewesen, und so darf es denn
auch nicht Wunder nehmen, daß er weder auf einen der
großen deutschen Dichter Bezug nimmt, noch irgend einen
derselben nennt.
Kaspar Bartli (1587—1658): B. weiß über Barth
nichts näheres anzugeben; b 556/7 schreibt er an Chapelain:
,... . je vous suplie de s^avoir de luy (= Menage) quel honime
c’est qu'un Gaspar Barthius Allemand, qui a fait un livre
de critique plus gros que le Calepin (s. o. Calepino, S. 171),
et qui promet encore un second volume.“ B. denkt hier
bei wohl an das Sammelwerk die „Adversaria“ Barths
(Frankf. 1624, in -fol.); der zweite Band ist Fragment ge
blieben (vgl. b 556, Anm. 3).
Johann Cb es sei (Caselius 1533—1613): In einem Brief
an Dupuy vom 20. Jan. 1653 245 ) bittet B. um Zusendung
der Briefe des C. Wie aus einem späteren Briefe an den
selben vom 24. März 1653 hervorgeht, hat B. sie auch
erhalten.
Joh, Friedr. Gronovius (1611—1671): G. und B. haben
miteinander in Briefwechsel gestanden; b 459 berichtet B.,
daß er einen Brief von G. empfangen habe. Von B.’s Briefen
an G. sind 3 erhalten: a I 667 (1. Okt. 1640), a I 688
(14. Aug. 1641) und a I 689 (7. März 1644). Sie scheinen
sogar persönlich miteinander bekannt gewesen zu sein; auf
seiner Reise nach Frankreich hat G. einen halben Tag in
Angouleme bei B. zugebracht, wie letzterer angibt (a I 689).

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