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wie der Socrate Chrestien, ein Werk, welches sich aus
12 Reden über die verschiedensten die Religion betreffenden
Fragen zusammensetzt; ferner die „Passages deffendus“, in
welchen er unter anderem von dem Alter der christlichen
Religion, von der Vortrefflichkeit des religiösen Lebens
handelt. Es steht fest und möge hier nur kurz erwähnt
werden, daß R., in der Bibel sehr belesen, sehr häufig
Zitate aus derselben anführt. Neben der Bibel sind es dann
die Kirchenväter gewesen, aus deren Schriften B. sein Wissen
über religiöse Fragen geschöpft hat. Vor allem sind es
wohl die lateinischen Schriftsteller, deren Werke er ein
gehend gelesen hat; doch hat er sich auch mit den griechi
schen beschäftigt, von denen die meisten durch lateinische
Übersetzungen ihm zugänglich gewesen sind. Doch hören
wir, wie er selbst sich über die Nachahmung der Kirchen
väter äußert; a I 905 heißt es: ,,J’ay leü ce qu’ont escrit
les premiers Chrestiens, tant de l’Eglise Grecque, que de la
Latine“, und a I 800: „... Les Pere^ de l’Eglise m'ont
montre le chemin que je tiens, et si le Docteur (= Goulu)
dit que je me suis esgare, il faut qu’il die par consequent
que les Peres de l’Eglise sont des Guides dangereux, que
leur exemple est mauvais; que l’imitation n’en est pas
bonne!“ (s. ferner a II 88, 577, 600). Freilich uneingeschränkt
ist sein Lob für die Kirchenväter nicht; sehr gering nur
schätzt er das Latein dieser Autoren, b 756 sagt er: „Je
parle de la Grecque (Eglise) parce qu’ä vous dire le vray,
je ne suis pas si grand admirateur de l’eloquence de la
Latine.“
Kapitel IV.
Balzacs Kenntnis der französischen Literatur bis ca. 1600
und seine Urteile über dieselbe. 222 )
Wie die meisten seiner Zeitgenossen hat auch B. von
der altfranzösischen Literatur nur eine sehr unvollkommene
Kenntnis besessen. Doch war die Verachtung der Kunst des

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