Full text: Die literargeschichtlichen Kenntnisse und Urteile des Jean-Louis Guez de Balzac

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eens ans; et ne considere ni la faveur d’Auguste, ni 
l’amitie de Mecenas, ni les applaudissemens de tous les 
Siecles . . . .“ 
2) gegen Theon, einen „Sophiste Grammairien“, wie B. ihn 
a II 680 nennt. Dieser hatte durch schlechte Lobsprüche 
gegen La Valette, B.’s Gönner, sowie dadurch besonders 
B.’s Unwillen hervorgerufen, daß „ce Pedant“, wie B. 
sagt, „maltraitoit aussi V., en estropiant ses Vers, et 
entre autres celuy qu’il repeta une douzaine de fois 
ridiculement: »Non mihi si linguae centum sint, oraque 
centum«. L’interest de V., joint ä celuy de Monsieur le 
Cardinal de la Valette, me piqua la veine, et en fit sortir 
la boutade“ (»Indignatio in Theonem« a II 2 21). 
Eine Bemerkung muß indessen hier noch hinzugefügt 
werden; so sehr B. auch seinen V. verehrt und bewundert, 
stellt er ihn, unbegreiflich für uns heute, jedoch ganz der 
Anschauung seiner Zeit entsprechend, unter seine Zeitgenossen, 
vor allem unter Chapelain (vgl. a I 737, 842). 
Von Kommentaren zu V. erwähnt B. denjenigen des 
Servius a I 539 und b 703; sodann a II 630 wird bemerkt, 
daß Le Goust eine Übersetzung der Aeneis in limousinischer 
Sprache verfaßt habe. 212 ) 
Genannt wird V. ferner noch: a I 26, 265, 297, 344, 
637, 924, 926, 959, 1050, a II 328, 400, 643, 670, sowie 
b 631, 682, 717, 795. 
Volumnius Eutrapelus (1. Jh. v. C.): a II 442 werden 
seine verloren gegangenen „Entretiens“ genannt (vgl. o. 
Paetus S. 108). 
Flavius Vopiscus, s. o. Scriptores Historiae Augustae 
S. 114. 
V u 1 c a t i u s Gallicanus, s. o. Scriptores Historiae Augustae 
S. 114. 
Man sieht, Balzac hat eine ziemlich genaue Kenntnis 
der Autoren des römischen Altertums besessen, jedenfalls ist 
der Kreis der von ihm gekannten und genannten Autoren 
sehr umfangreich, kaum ein bedeutender Name findet sich, 
der nicht genannt wird, mit Ausnahme der vielleicht noch zu 
erwähnenden Geschichtschreiber Cornelius Nepos, Eutropius
	        

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