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9) a I 875 auf Cicero über die Commentarii Caesars,
10) a II 704 — pro Arcliia 26,
11) a II 2 66 — de fin. 1, 5; ad Att. 14, 20, 3 (über Atilius).
Wir sehen also, daß C. von B. sehr häufig zitiert und
benutzt worden ist, und es ist nicht zu bezweifeln, daß if.
die meisten Schriften C.s auch wirklich gelesen hat — wenn
er immerhin auch manche Zitate aus mittelalterlichen Werken
und Kompendien entnommen haben mag. Der volltönende
Klang des ciceronischen Periodenhaus hat ihn wohl zu fesseln
vermocht; den Stil C.s hat er nachzuhilden versucht, nicht
nur in seinen lateinischen, sondern vor allem auch in seinen
französischen Briefen, und dieser Umstand ist von besonderer
Bedeutung für die Ausbildung der französischen Prosa ge
worden. 17r> )
In Bezug auf B.s Urteil über C. ist zunächst zu
erwähnen, daß er sich neben einigen unkritischen, unbedeutenden
Bemerkungen (wie a II 2 54, b 446, 779) häufig lobend über
ihn ausspricht, so vor allem a I 709, wo er ihn „le Prince
de l’Antiquite Latine“ nennt, feiner a I 115, 250/1, 528, 770,
1016, all 227/8, 369, 389, 558, 587, 591, 594, 596und a IP 94.
In den überschwänglichsten Lobeserhebungen ergeht er sich,
wenn er beim Vergleich zwischen Demosthenes und C. sagt:
. . il me semble . . . que le Soleil n’a pas plus de force
sur le Corps que C. en a sur les Ames. 11 ne paroist pas
couronne de plus de rayons . . . etc. (a II 2 200/1). B.s
Bewunderung für C., so groß sie auch immer gewesen sein
mag, war doch keine blinde und bedingungslose, wie er selbst
öfter betont. So sind seine Worte über die langen Vorreden
C.s zu seinen Werken wohl bemerkenswert. Er tadelt an
diesen Vorreden, daß sie ohne alle Beziehung zum eigent
lichen Thema ständen und vor jedes seiner Werke gesetzt
werden könnten (a II 333/4).
B.’s Bemerkung über C.’s Ungeschicklichkeit in der Ab
fassung von Versen (a I 511) braucht hier nicht besonders
hervorgehoben zu werden, da er sie doch nur entlehnt hat,
vielleicht aus Jul. Scaliger ,,De Cicerone* 1 pag. 47. 176 ). Mit
unter findet B. auch dunkle Punkte im Charakter C.’s, so
z. B. a II 392, wo er ihn der Eitelkeit und Selbstüber-

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