Die Geschäftsberichte der Aktienbanken.
Die Geschäftsberichte nebst Bilanzen und Gewinn-
und Verlustrechnungen sind, „obgleich die frühere ängst
liche Geheimhaltung der Resultate des Bankbetriebes doch
heute als ein überwundener Standpunkt längst erkannt
sein sollte“, 1 ) vielfach sehr unvollständig und wenig durch
sichtig, worauf auch der Ökonomist, soweit er die Bi
lanzen der schleswig-holsteinischen Aktienbanken bespricht,
immer wieder hinweist. Bedauerlich ist vor allem, dass
die Verteilung der Aktiva auf die verschiedenen Konten
bei den Banken so ungleichmässig ist, wodurch ein Ver
gleich sehr erschwert wird. So geben folgende Banken
den Kassenbestand und das Guthaben bei Banken (nament
lich der Reichsbank) nicht getrennt an: Die Altonaer
Bank seit 1892, die Kieler Bank, die Vereinsbank in Kiel
und die Schleswig-Holsteinische Bank; ferner werfen zu
sammen Effekten und Coupons die Kieler Bank, Effekten
und Hypotheken die Vereinsbank in Kiel, Hypotheken und
Anleihen die Nordschleswigsche Folkebank und die Rends-
burger Bank, Geschäftsgrundstücke und zur Deckung von
Forderungen erworbene Grundstücke die Westholsteinische
Bank. „Häufig findet man in Bilanzen eine Zusammen
ziehung von Debitoren und Kreditoren in der Art, dass
blos der Saldo derselben in der Bilanz erscheint.
Z. B. Debitoren M. 160000.—
Kreditoren 100 000.— M. 60 000.— Aktiva,
oder umgekehrt
z. B. Debitoren M>. 150 000.—
Kreditoren „ 170000.— M. 20 000.— Passiva.
■) v. Lumm, Die Entwickelung des Bankwesens in Eisass-
Lothringen seit der Annexion pag. 170.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.